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Duderstadt Masterplan mit veränderten Prioritäten
Die Region Duderstadt Masterplan mit veränderten Prioritäten
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13:44 21.09.2018
Karsten Ley informiert über den Stand der Dinge beim Thema Futuring Masterplan Duderstadt 2030 im Max-Näder-Haus. Quelle: Hinzmann
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Duderstadt

„Eigentlich gibt es keine ganz großen Neuigkeiten.“ Mit dieser Botschaft empfing Karsten Ley, Geschäftsführer von Duderstadt 2020, am Donnerstagnachmittag seine etwa 50 Zuhörer im Max-Näder-Haus. Diese Aussage erwies sich bei genauerem Zuhören als nicht ganz richtig. Denn der Masterplan hat offensichtlich einen neuen Schwerpunkt bekommen.

Und der liegt augenscheinlich nicht mehr auf dem Bau einer spektakulären Mehrzweckhalle, der Ansiedlung eines Hotels oder der Erweiterung eines Brauereibetriebs. Aktuell widmen sich die Planer dem Thema Wohnungsbau. Und hier versuchte Ley den Duderstädtern nicht weniger als das Wohnkonzept der Zukunft schmackhaft zu machen.

Nicht das klassische Eichsfelddorf

„Was wir dort umsetzen wollen, ist etwas vollkommen anderes, als das, was das klassische Eichsfelddorf ausmacht.“ In Deutschland würden heute Festungen mit 500 Quadratmetern Fläche, Umzäunung, Keller und Türmchen auf dem Dach gebaut – konzipiert und finanziert auf Lebenszeit. Das werde es seiner Einschätzung nach in Zukunft nicht mehr geben. Die kommende Generation habe andere Bedürfnisse: „Man will klein und überschaubar für einen kürzeren Zeitraum bauen“, so Ley.

Das Thema Tiny Houses stoße in Großstädten schon jetzt auf großes Interesse. Dementsprechend wolle man hier in Duderstadt kleinere Wohneinheiten mit 50 bis 100 Quadratmetern anbieten. Das ressourcenschonende Wohnkonzept sehe aber auch vor, die eigenen vier Wände den Anforderungen anpassen zu können. In Modularbauweise sei es eben möglich, bei erhöhtem Platzbedarf, das Haus zu erweitern. Auch hier verwies Ley auf ein sich änderndes Anspruchsdenken. War es in der Vergangenheit üblich, Keller und Dachboden vollzustellen, heiße das Stichwort heute Selfstorage. Bei Bedarf werde einfach Lagerfläche angemietet.

Eine Wohneinheit für 290 000 Euro

Bei den Überlegungen der Projektplaner spielen Markt- und Preisorientierung eine große Rolle. Kritiker seien anfangs davon ausgegangen, dass auf dem Areal ein teures Professoren-Viertel entstehen solle. „Aber genau das soll es nicht sein.“ Ley nannte am Donnerstag wie schon in der Vergangenheit einen Kaufpreis von 290 000 Euro als Richtwert für eine Wohneinheit.

Zu den übrigen Elementen des Masterplans sagte Ley dann tatsächlich wenig Neues: Die Eichsfeldhalle, die jetzt „Ballhaus zum Fidelen Anreischken“ heißt, wird zunächst nicht abgerissen, sondern saniert – solange die Kosten dafür nicht explodieren. Für das geplante Hotel sei man weiter auf der Suche nach einem regionalen Investor. „Die Bereitschaft ist allerdings nicht besonders groß.“ Und das Thema Brauerei ist zunächst einmal nach hinten gerückt. Die Prioritäten haben sich also verschoben. Dazu sagte Ley. „Das folgt der Tatsache, dass im Hintergrund mit Hans Georg Näder ein Unternehmer steht, der auch mal seine Fokussierung ändert. Wir arbeiten aber dennoch an allen Aspekten des Masterplans weiter.“

Von Markus Scharf

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