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00:40 29.04.2018
Hans-Joachim Trappe will in New York spielen.
Hans-Joachim Trappe will in New York spielen. Quelle: Foto: Archiv
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Duderstadt

Das Herz des Klinikdirektors der Medizinischen Klinik II – Kardiologie und Angiologie des Marienhospitals Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum schlägt nicht nur für die Kardiologie, sondern auch für die Musik: Der Organist spielte bereits auf der berühmtesten Orgel der Welt in Paris und gab Konzerte im Kölner Dom, in der Erlöserkirche in Jerusalem und im vergangenen Jahr im Vatikan. Als Mediziner sieht er in der Musik eine Chance, Blutdruck und Herzfrequenz günstig zu beeinflussen.

„Es ist eine große Ehre für mich, dass ich in der für die Amerikaner wichtigsten Kathedrale der USA ein Konzert spielen darf“, erklärt Professor Trappe. und ergänzt: „Jedoch ist jeder Auftritt für mich etwas ganz Besonderes.“ Er freue sich, wenn er mit seiner Musik die Menschen berühren könne. Dass Musik das Herz berühre, sei allgemein bekannt und wohl auch der Grund für ihre große Beliebtheit.

Der Kardiologe interessiert sich auch aus einem weiteren Grund für die Effekte von Musik. Denn sie habe einen direkten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und sei somit hochinteressant für die Medizin. „Natürlich ist Musikhören ein sehr subjektives Empfinden. Dennoch zeigen Studien, dass auch objektive Parameter wie zum Beispiel die Herzfrequenz durch sie beeinflusst werden können“, erläutert der Mediziner.

Positiven Einfluss auf das Herz ermittelt

Der Klinikdirektor sieht hier große Chancen, die Behandlungsmöglichkeiten von Herzkrankheiten weiter zu verbessern. So komme in vielen Herzkatheterlabors Musik zum Einsatz, seit ihr Einfluss auf das Wohlbefinden von Patienten während des Eingriffes nachgewiesen worden sei.

In seiner neuesten Forschungsarbeit ging er daher einer Frage auf den Grund: „Musik und Herz. Was ist gesichert, was nicht, was ist neu?“ Dafür habe der Herner Mediziner nicht nur in der wissenschaftlichen Literatur geforscht. Er realisiere auch zwei eigene Studien in seiner Klinik, um die Bedeutung von Musik unterschiedlicher Komponisten auf das Herz-Kreislauf-System weiter zu erforschen.

Trappe wurde 1954 in Castrop-Rauxel geboren, legte 1973 sein Abitur am Gymnasium in Duderstadt ab und studierte Medizin in Göttingen. Im Jahr 1979 folgte das Staatsexamen, 1981 die Promotion zum Doktor der Medizin,1994 die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover und 1996 die Berufung zum ordentlichen Professor für Innere Medizin und Kardiologie an der Ruhr-Uni Bochum und Ernennung zum Direktor der Medizinischen Uniklinik am Marienhospital Herne. Er ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler kardiologischer Fachgesellschaften.

Von Axel Artmann

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