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16:30 28.06.2019
22 Schüler der neunten und zehnten Klassen der Pestalozzi-Schule haben Abschlusszeugnisse erhalten, für fünf von ihnen gab es eine zusätzliche Überraschung. Quelle: Markus Hartwig
Duderstadt

Mit einer kleinen Feier sind am Freitag die Schüler der neunten und zehnten Klassen des Schuljahres 2018/19 aus der Pestalozzi-Schule entlassen worden. Es war die erste Verabschiedung in den neuen Räumen.

Höhepunkt war die Zeugnisübergabe an die 22 Schüler. Weiter standen ein Musikbeitrag, ein Schulquiz mit Begrifferaten sowie ein Schauspiel im Mittelpunkt des Interesses. Dabei brachten acht Schüler Schillers Ballade aus dem Jahr 1797 „Der Handschuh“ auf die Bühne der Aula. Die eingeladenen Großeltern, Eltern und Geschwister belohnten sie mit viel Applaus. Keine Verabschiedung ohne Rede: Am Freitag kam sie vom Schulleiter der Pestalozzi-Schule, Martin Struck.

Aufhören – Neuanfang

„Nur wer aufhört, kann auch wieder etwas Neues beginnen“ – unter diesem Motto gab der Schulleiter den Schulabgängern einige Ratschläge mit auf den Weg. Aber was meinte er mit aufhören? Aufhören zu rauchen, zu trinken, zu atmen, zu lachen oder zu lieben? „Nein“, beantwortete er diese Frage gleich selbst. „Ich habe das unweigerliche Aufhören einer Lebenssituation gemeint: Förder-School is out – forever!“ Die Förderschulzeit sei vorbei, für einige gehe es unter anderen Vorzeichen weiter.

Sieben Schüler aus der Klasse neun haben den Abschluss der Förderschule erreicht, zwei von ihnen gehen ohne Abschluss. Von den Zehntklässlern haben neun Schüler das erreicht, was sie sich im vergangenen Jahr erhofft hatten: den Hauptschulabschluss. Vier von ihnen hatten ein Jahr lang die Chance nachzureifen – „wie eine Tomate“, wie es Struck ausdrückte. Sie gehen jetzt mit dem im letzten Jahr erreichten Förderschulabschluss ab.

Wie sieht die Zukunft aus?

„Aber was ist das Neue, mit dem Ihr anfangen sollt?“ Sechs Schüler aus der Klasse neun wollen im kommenden Jahr den Hauptschulabschluss durch den Besuch der freiwilligen Klassen im zehnten Jahrgang erreichen. „Die anderen Schüler verlassen uns. Und ich habe die Hoffnung, dass sie dies nicht tun, um sich auf die faule Haut zu legen“, sagte Schulleiter Struck mit Nachdruck in der Stimme.

Das Neue könne eine Laufbahn auf der Berufsbildenden Schule, eine Fachwerkerausbildung oder auch eine Lehre sein. „Nur wer aufhört, kann auch wieder etwas Neues beginnen“, so der Schulleiter, und verdeutlichte seine Worte mit dem Emporhalten einer „Bedienungsanleitung für einen Neuanfang.“

Belobigungen mit Buchgutschein

Insgesamt 22 Schüler der neunten und zehnten Klassen der Duderstädter Pestalozzi-Schule sind am Freitag verabschiedet worden. Auf sie wartet die Berufsbildende Schule, eine Fachwerkerausbildung oder auch eine Lehre. Zusätzlich zu den Abschlusszeugnissen gab es für fünf von ihnen eine Ehrung. Joshua Eichelsdörfer, Daniela Fleige und Philipp Langner (Klasse neun) sowie Sarah Hoyer und Niklas Rätzke (Klasse zehn) haben von der Sparkasse Duderstadt eine Belobigung für besonderes Engagement erhalten. Sie beinhaltete jeweils einen Wertgutschein für Bücher in Höhe von 50 Euro.

Aufhören müsse für die Zukunft das oftmals dumme Geschwätz, das in beiden Klassen geherrscht habe. Neu hingegen müsse die Beteiligung am Unterricht sein. Aufhören müsse auch die Ausrede, „Ich habe meine Hausaufgaben vergessen“. Weiter werde für viele das Aufpassen und Helfen sowie der regelmäßige Schulbesuch sein. Aufhören müsse auch „der Schlendrian, das Sesselpupsen vieler Schüler der Klasse neun“ zugunsten einer anderen Lerneinstellung.

Schulleiter Martin Struck forderte, dass der „unhaltbare Zustand am neuen Schulstandort“ aufhöre. Ein Jahr ohne PC-Raum und Internet zu unterrichten, das habe „Schülern wie Lehrern den letzten Nerv gekostet und Chancengleichheit verhindert.“ Seine Schule sollte als Förderschule des Landkreises Göttingen an der digitalen Entwicklung teilhaben können. Die Bedingungen müssten insgesamt so sein, dass sowohl Inklusion als auch Förderbeschulung gelingen können.

Von Markus Hartwig

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