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Duderstadt Duderstädter SPD bemängelt Zustand der Fußgängerzone
Die Region Duderstadt Duderstädter SPD bemängelt Zustand der Fußgängerzone
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18:37 09.09.2013
Von Kuno Mahnkopf
Ohne Holz-Lok und Wippetiere: verwaiste Bänke in Marktstraße. Quelle: Lüder
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Duderstadt

Seit der Bürgerbefragung vor vier Jahren mit großer Mehrheit für die Beibehaltung der Fußgängerzone habe es zwar zahlreiche Aktivitäten gegen, räumt Matthias Schenke ein. „Konkrete Ergebnisse lassen jedoch auf sich warten“, moniert der SPD-Ratsherr: „Im Gegenteil. Nicht ein einziges Spielgerät findet sich mehr in der Fußgängerzone.“

Ähnlich verhalte es sich mit Fahrradständern. Vereine hätten weiterhin keine Möglichkeit, Terminankündigungen zu platzieren. Die Erreichbarkeit der Innenstadt für den öffentlichen Nahverkehr sei immer noch verbesserungswürdig, ebenso die Beleuchtung.

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„Auch die Pflasterung ist wenig behinderten- oder seniorengerecht, der Freizeit- und Erholungswert von Herwig-Böning-Platz oder Clara-Gerlach-Garten bleibt ungenutzt“, listet Schenke auf: „Ein  weiteres Ärgernis ist, dass Beschlüsse des Rates seit Jahren nicht umgesetzt werden.“ Als Beispiel dafür nennt Schenke Poller am Rathaus, um Gefahrensituationen zu verhindern.

"Unmittelbarer Handlungsbedarf“

Eine Einwohnerversammlung  hält die SPD für eine gute Gelegenheit, interessierte Bürger und seit Jahren mit dem Thema beschäftigte Akteure zusammenzubringen. Schenke denkt dabei an Duderstadt 2020, die Arbeitsgruppe des Ortsrates und das mit einem Gutachten beauftragte Planungsbüro: „Abgesehen von einer Auftaktveranstaltung hat man auch von dieser Firma nichts mehr gehört.“

Als „teilweise mehr als heruntergekommen“ bezeichnet Schenke auch die Spielgeräte außerhalb der Fußgängerzone. Sie würden der vom Bürgermeister stets herausgestellten „familienfreundlichen Gemeinde Duderstadt“ ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

„Die SPD sieht unmittelbaren Handlungsbedarf“, sagt Schenke: „Jedenfalls werden wir uns nicht weiter mit wolkigen Erklärungen vertrösten lassen. Vor dem nächsten Frühjahr wollen wir konkrete Fortschritte sehen.“