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Duderstadt Große Feier im Duderstädter Altenpflegeheim St. Martini
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14:00 26.11.2019
„100 Jahre sind eine Lange Zeit. Aber ich fühle mich überhaupt nicht danach“: Margarete Nietmann. Quelle: Hartwig
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Duderstadt

Es war eine ganz besondere Feier, wie sie im Duderstädter Altenpflegeheim St. Martini nicht oft begangen wird: Die Bewohnerin Margarete Nietmann hat am Dienstag ihr 100. Lebensjahr vollendet.

„100 Jahre sind es wert, dass man Sie besonders ehrt“, reimte Pflegedienstleiter Olaf Barthel, als er die Feier für die Jubilarin Margarete Nietmann am Dienstag gemeinsam mit vielen Freunden, Angehörigen und natürlich dem Personal des Altenpflegeheims St. Martini um Punkt 10 Uhr eröffnete. „Ich bin überglücklich, und will am liebsten alle von Euch umarmen“, entgegnete die Jubilarin als sie sah, was alles für sie in die Wege geleitet worden war.

„Ihre Worte haben mir gezeigt, dass es Ihnen gut geht“, bemerkte Bürgermeister Thorsten Feike, der mit seiner Kollegin, der stellvertretenden Ortbürgermeisterin, Doris Glahn, zum Gratulieren in die Göttinger Straße 38 gekommen war. Solch ein runder Geburtstag, so das Stadtoberhaupt, sei nicht alltäglich. Es warteten aber noch weitere Überraschungen für Margarete Nietmann.

Ständchen und Gratulationen

Da waren zum Beispiel die vielen kleinen Ständchen, die die Kleinen des städtischen Kindergartens Breitenberg vorgetragen haben. Und, nicht zu vergessen, die Geburtstagslieder, begleitet von einem Schifferklavier. Der Auftritt der Kindergartenkinder hatte eine besondere Bedeutung. Seit bereits 25 Jahren besteht eine Kooperation der beiden Einrichtungen, die das Zusammensein von Jung und Alt fördern soll. Eine weitere Gratulation kam von der Strickgruppe „Flotte Masche“, die sich regelmäßig in der Einrichtung trifft und zu der Margarete Nietmann eine besondere Beziehung pflegt. Doch dazu später mehr.

Margarete Nietmann kommt ursprünglich aus Quakenbrück bei Cloppenburg, dort ist sie am 26. November 1919 geboren. „Mit sechs Jahren bin ich dort eingeschult worden, und bereits mit 17 habe ich meinen späteren Mann Walter kennengelernt – es war der 1. Januar 1937. Er hat am Flughafen gearbeitet, und unsere Hochzeit hat dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich habe meinen Mann mit 19 Jahren geheiratet.“

Es folgten die Kriegsjahre, die auch an den Nietmanns nicht spurlos vorübergingen. „Walter wurde in Russland verwundet und kam in französische Kriegsgefangenschaft. Im Mai 1947 war er dann endlich wieder hier“. Ihre Kinder Fred und Traute kamen 1943 und 1945 zur Welt. Als Walter Nietmann aus der Gefangenschaft heimkam, zog es die vierköpfige Familie in den Heimatort von Walter Niemann, nach Niedernjesa.

Leidenschaft Stricken

In seinem Elternhaus stand dem gelernten Polsterer und Tapezierer über eine Werkstatt zu Verfügung, wo er betagte Sessel und Sofas aufarbeitete. Seine Frau Margarete unterstützte ihn bei seiner Arbeit, denn Handarbeiten, Stricken, Nähen, gehört auch weiterhin zu ihrer Leidenschaft. Bis zum Rentenalter arbeitete Margarete Nietmann im Göttinger Schuhhaus Keil als Verkäuferin. 1982 zog es Familie Nietmann dann nach Duderstadt in das Haus ihrer Tochter Traute.

Seit 2007 ist das Altenpflegeheim St. Martini das Zuhause von Margarete Nietmann. Und es wird ihr dort alles andere als langweilig. „Früher habe ich viele Gedichte verfasst. Jetzt gehe ich weiterhin meinem Hobby Handarbeiten nach“, sagt sie, und zeigt eine große Anzahl von unter anderem Babygarnituren, die zu Fest-, Feier- und Geburtstagen dankbare Abnehmer finden. Einmal, so erinnert sie sich, wurde sie gebeten, für den Vater eines Neugeborenen – einen Fußballfan – Anziehsachen in den Vereinsfarben von Borussia Dortmund für sein Kind zu stricken. Sie tat es ohne Widerworte, denn eine weitere ihrer Leidenschaften ist Fußball. „Sobald ein Spiel im TV übertragen wird, bin ich mit dabei.“

„100 Jahre“, sagt Margarete Nietmann gemütlich in ihren Sitz gelehnt, „sind eine Lange Zeit. Aber ich fühle mich überhaupt nicht so. Es ist bloß das Gehör, das nicht mehr gut mitmacht.“

Von Markus Hartwig

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