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Duderstadt Duo Estrellas begeistert mit musikalischer Weltreise
Die Region Duderstadt Duo Estrellas begeistert mit musikalischer Weltreise
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12:27 29.07.2017
Von Rüdiger Franke
Duo Estrellas begeistert mit musikalischer Weltreise
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Duderstadt

Violinistin Victoria Margusyuk und Akkordeonspielerin Nastja Schkinder nahmen ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Welt. Zum Auftakt hatte das Duo sechs rumänische Volkstänze von Béla Bartók gewählt.

Überhaupt bildeten Tänze einen Schwerpunkt des Repertoires. "Wir haben das Programm so gestaltet, dass wir den Zuhörern unterschiedliche Musik aus unterschiedlichen Ländern vorstellen", erzählte Margusyuk im Anschluss an das Konzert.

"Und wir haben dabei auch ganz viele Tänze aus aller Welt berücksichtigt, denn Musik und Tanz gehören einfach zusammen." Dabei gibt sie zu, dass spanische und argentinische Lieder sehr stark vertreten seien. "Wir lieben die Musik aus diesen Ländern, weil sie so emotional und leidenschaftlich ist."

 Früher Beginn in der Kindheit

Margusyuk begann mit vier Jahren mit dem Geigenspiel. "Danach war es schnell mein Traum, Musikerin zu werden", erzählt die in Moskau geborene Russin. Sie sei immer sehr glücklich gewesen, Geige zu spielen.

"In der Zeit, als ich zwischen zehn und 15 Jahren war, konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Geige zu sein." Ein Leben ohne Musik könne sei für sie ebenfalls unvorstellbar. Ähnlich sieht es die gebürtige Weißrussin Schkinder, die mit sechs Jahren mit dem Akkordeonspiel begann.

"Ich hatte eine Lehrerin aus St. Petersburg", berichtet sie über ihre Anfänge. "Die war sehr energisch, aber sie hat es geschafft, dass wir alle uns in unser Instrument verliebt haben." Als Solisten haben sie bereits in zahlreichen Ländern gespielt, berichtet Margusyuk.

"Wir waren unter anderem in Frankreich, den Niederlanden, Italien und Spanien", nennt sie einige Beispiele. 2013 gründeten die Musikerinnen dann das Duo Estrellas.

 Von Schwermut bis Fröhlichkeit

 "Natürlich haben wir auch einen russischen Komponisten in unserem Repertoire", erzählte Margusyuk. Allerdings hätten sie sich bei Peter Tschaikowsky für das italienische Tanzlied entschieden.

"Der Komponist ist russisch, die Melodie italienisch", erklärt Schkinder. Tschaikowsky sei auf einer Italienreise fasziniert gewesen von der Musik, die er dort gehört habe. Und so bekommen auch die Zuhörer in der Liebfrauenkirche auf der musikalischen Weltreise zu jedem Lied interessante Informationen zu Musik oder Komponist.

Das Spiel des Duos passt sich den Stücken. so reicht allein beim letzten Stück, den "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate, die Bandbreite von langsamem Schwermut bis zu rasanter Fröhlichkeit.

Und so müssen sie am Ende noch eine Zugabe geben, bei der sie die Zuhörer mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms noch einmal begeistern. "Zwischen uns und dem Publikum findet ein Energieaustausch statt", erklärt Margusyuk.

"Wir geben unsere Energie und bekommen ein Feedback." Oder wie Schwester Wirz es formuliert: "Die Musik lebt, wenn man sie mit dem nötigen Temperament spielt."