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Duderstadt Eichsfelder Netzwerkprojekt für Ehrenamtliche gestartet
Die Region Duderstadt Eichsfelder Netzwerkprojekt für Ehrenamtliche gestartet
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19:46 17.09.2014
Von Nadine Eckermann
Landschaft im Eichsfeld. Quelle: Archivbild (Symbolfoto)
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Duderstadt

„Auch im Untereichsfeld sorgen sich Politik, Kirche und viele Ehrenamtliche in den verschiedenen Gruppen um das Wohl der Menschen“, erklärt Bernd Galluschke. Eine besondere Herausforderung liege dabei im Umgang mit dem demografischen Wandel. In vielen Eichsfelder Orten werde schon gute Arbeit geleistet.

„Was uns aber fehlt, ist eine Instanz, die gute Ideen sammelt und weitergibt, damit andere davon profitieren“, schildert der Propst den Gedanken, der zur Idee einer neuen Netzwerkinitiative im Untereichsfeld führte.

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Don Camillo und Peppone“ soll diejenigen an einen Tisch bringen, die sich mit Themen des demografischen Wandels beschäftigen. Ein erstes Treffen, an dem rund 25 Vertreter aus Politik, Kirche und gemeinnützigen Organisationen teilnahmen, hat bereits stattgefunden.

Identifikation des Einzelnen mit seinem Dorf

In Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit Fragen nach dem, was gutes Leben im Ort ausmacht, sammelten Ideen für den Dorfzusammenhalt und beschäftigten sich damit, was die Identifikation des Einzelnen mit seinem Dorf ausmacht.

Das Ergebnis, festgehalten in einem Cluster, zeigte: Eigentlich schätzen alle ähnliche Werte: Gemeinschaft, Traditionen, Vereinsleben und Feste. Bei den Ideen zu guten Projekten gab es jedoch Überraschungen. Während für die einen das Abgrillen an Silvester eine liebgewonnene Tradition ist, hatten andere noch nie darüber nachgedacht.

Während in einigen Orten das „Friedhofsmobil“, eine Shuttle-Service für ältere Menschen bereits etabliert ist, hatten andere noch nie davon gehört. Diese Ideen zu bündeln, soll Aufgabe von „Don Camillo und Peppone“ sein.

Moderatoren im Dorfleben

Organisationsformen gibt es viele. Regina Meyer, Demografiebeauftragte des Landkreises Göttingen, brachte das Konzept der Dorfmoderatoren ins Spiel. Dabei handelt es sich um Ehrenamtliche, die bei der Freien Altenarbeit Göttingen fortgebildet werden, um  an der Gestaltung des Dorflebens mitzuwirken. Ihre Aufgabe bestehe unter anderem darin, ein Netzwerk im Ort aufzubauen.

Außerdem sollten sie dazu beitragen, verschiedene Alters- und Bildungsschichten einander näher zu bringen. Die „gute Aufbruchstimmung“, die während des Treffens herrschte, so Galluschke, soll ab Frühjahr genutzt werden.

Bis dahin sammeln die Vertreter der einzelnen Orte weiter Ideen. Außerdem sollen sogenannte Schlüsselpersonen ausfindig gemacht werden, Menschen, die besonders gut in die Dorfgemeinschaft integriert sind und die als Multiplikatoren geeignet wären.

Ansprechpartner zum Projekt sind die Bürgermeister.