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Duderstadt Eichsfeldfestival: Zehntausende feiern drei Tage lang in Duderstadt
Die Region Duderstadt Eichsfeldfestival: Zehntausende feiern drei Tage lang in Duderstadt
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13:19 07.11.2013
Unüberschaubare Menschenmenge: 33000 Besucher feiern am Sonnabend in der Duderstädter Fußgängerzone beim Deutschrock-Konzert.
Unüberschaubare Menschenmenge: 33000 Besucher feiern am Sonnabend in der Duderstädter Fußgängerzone beim Deutschrock-Konzert. Quelle: Thiele
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Duderstadt

Drei Tage lang war die Duderstädter Fußgängerzone Partymeile, Konzert-Arena und Filmpalast. Drei Tage lang wurden beim Eichsfeldfestival 90 Jahre Otto Bock und 20 Jahre Grenzöffnung gefeiert. Beim Auftakt am Freitag hatten 5000 Menschen dem Regen getrotzt und waren dafür mit einer hochklassigen Operngala des Loh-Orchesters Sondershausen und den bewegenden Bildern des Films „Die Wiedervereinigung im Eichsfeld 1989 und 1990“ belohnt worden.

Am Sonnabend war Duderstadt dann das Epizentrum der deutschen Rockmusik. Mit Karat, Silbermond, Nena und Peter Maffay standen die Stars der Szene auf der gigantischen Open-Air-Bühne an der Oberkirche. Sechs Stunden Rockmusik der Extraklasse ließen 33000 Menschen feiern, klatschen, singen, tanzen.

Was Verwaltung und Polizei angesichts dieser unglaublichen Gästezahl am meisten freute: Das befürchtete Verkehrschaos vor und nach dem Konzert blieb aus. Tausende machten sich zu Fuß in die Stadt auf, etliche ließen sich bringen. Viele auswärtige Gruppen hatten sich zusammengeschlossen und gemeinsam Busse gechartert, die von Polizei und Feuerwehr problemlos auf die speziell ausgewiesenen Parkflächen außerhalb der Stadt gelotst wurden.

Monatelange Planung und akribische Vorbereitung von Seiten der Firma Otto Bock, der Stadt Duderstadt, Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und vieler Beteiligter mehr haben sich am Festival-Wochenende bezahlt gemacht. Das gilt für alle Aspekte des Festivals – bis hin zu der kompletten Reinigung der Fußgängerzone durch den städtischen Bauhof nur wenige Stunden, nachdem Zehntausende in der Innenstadt ausgelassen gefeiert hatten. Entsprechend unbeschwert und locker war dann auch der Abschlusstag des Festivals mit noch einmal über 10000 Menschen in der Innenstadt.

Nach besinnlichem Auftakt mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Cyriakus setzte ab 12 Uhr das Heeresmusikkorps2 einen ersten Paukenschlag auf der Bühne. Dort ging es mit lokalen Gruppen und dem Top Act des Tages, der Band Queensberry, weiter. Den Rahmen bildeten der Eichsfelder Frühschoppen, ein verkaufsoffener Sonntag, ein Umzug historischer Fahrzeuge und – als Festival-Teil mit eigenem Gewicht – das Bürgerfest der Lebenshilfe am Westerturm.

Von Anne Eckermann und Ulrich Lottmann

Videos zum Festival finden Sie hier.

Weitere Informationen unter : eichsfeld-festival.de