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Duderstadt Einsparpotenzial für den ZOB in Duderstadt gesucht
Die Region Duderstadt Einsparpotenzial für den ZOB in Duderstadt gesucht
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08:57 25.09.2019
Das Areal des ZOB in Duderstadt soll neu gestaltet werden. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Es ist schön, eine Arbeit wieder aufzunehmen und weiterzuentwickeln“, begann Jörn Jansen vom Büro SHP Ingenieure aus Hannover seine Ausführungen zu den Plänen für den zukünftigen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Duderstadt. Das Büro hatte schon den aktuellen ZOB-Bereich geplant. Für die neuen Planungen habe es unterschiedliche Varianten gegeben, reflektierte er den bisherigen Planungshergang. Daraus habe sich Variante fünf herauskristallisiert.

Das Areal des ZOB in Duderstadt soll neu gestaltet werden. Die Haltestellen sollen auf dem aktuellen Parkplatzflächen entstehen. Quelle: Rüdiger Franke

Neuordnung

„Das ist die letzte große Fläche innerhalb des Walls, die noch einer Neuordnung bedarf“, sagte Jansen. Wichtig sei vor allem die Erreichbarkeit der Innenstadt. Deshalb werde der Busbereich auch näher an die Innenstadt herangerückt, auf die Parkplatzfläche direkt vor der Volksbank. Dort seien die Haltestellen in Sägezahnaufstellung geplant, damit alle Positionen separat angefahren werden können. Dafür würden an anderer Stelle Ersatzparkplätze benötigt. Derzeit seien 152 Stellplätze mit einer Breite von 2,85 Metern vorgesehen. Am Westerstieg könnten bis zu 25 Ersatzgaragen entstehen, da die aktuellen den künftigen Parkflächen weichen müssten. Hinzu komme unter anderem, dass die Walldurchfahrt eine Verbreiterung benötige. Zudem solle es eine behindertengerechte Anbindung des Areals an die Stadtmauer geben.

Bauphasen

Jansen zählte auch die einzelnen Bauphasen auf. So würden zuerst die Ausweichparkflächen geschaffen. Bevor es dann an den richtigen ZOB ginge, müsse noch ein Provisorium geschaffen werden, dass im Anschluss zurückgebaut werde. Danach könne die Straße fertiggestellt werden, ehe ziemlich zum Ende ein Minikreisverkehr hinter der Walldurchfahrt errichtet werde. Zusammen sei mit einem Zeitraum von drei Jahren zu rechnen.

Das Areal des ZOB in Duderstadt soll neu gestaltet werden. Quelle: Rüdiger Franke

Insgesamt werde das Projekt nach aktuellem Stand etwa 7,5 Millionen Euro kosten. Etwa 2,7 Millionen Euro könnten als mögliche Förderung über die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) fließen, dass für die Stadt ein Anteil von rund 4,8 Millionen Euro bleibe. Der teuerste Teil wäre der neue ZOB mit mehr als 2,1 Millionen Euro, gefolgt von den Kosten für die Parkplätze mit fast 1,9 Millionen Euro.

Erschrocken über Kosten

„Ich bin total erschrocken über die Kosten der Parkplatzverlegung“, sagte Thorsten Krone (CDU). „Sie werden abgebaut und 50 Meter verlagert und das schlägt mit 1,9 Millionen Euro ziemlich zu Buche.“ Auch Thomas Rössing-Schmalbach (CDU) erklärte, dass er die Verhältnismäßigkeit bei den Kosten für die Parkplätze nicht sehe. Doris Glahn (SPD) ergänzte, dass man schauen müsse, wo es Einsparpotenzial gebe. Michael Hasse (CDU) schlug vor, zu überlegen, den ZOB von der 1a-Lage vor der Volksbank in die 1b-Lage auf den zweiten Teil des Großraumparkplatzes zu verschieben. Dadurch könne man die oberen besseren Parkplätze erhalten, wodurch die Kosten vielleicht günstiger würden. Dem entgegnete Thomas Gerlach (WDB, Hilkerode), dass man auch in der Situation bei den Parkplätzen nicht mit einer Null rausgehen würde. „Die müssen dann trotzdem angepasst werden.“

Außer den gestiegenen Kosten kamen weitere Fragen auf. Thorsten Feike (FDP) fragte, ob es wie im Plan ersichtlich nur zehn Parkboxen für Fahrräder geben würde, worauf Jansen erläuterte, dass nur eine bestimmte Anzahl an Boxen gefördert werden. Das müsse dann noch in die Detailplanung eingetragen werden.

Das Areal des ZOB in Duderstadt soll neu gestaltet werden. Quelle: Rüdiger Franke

Die Mitglieder des Ortsrates und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz bestätigten zwar am Ende die Absicht, den ZOB in Duderstadt neu zu konzipieren. Auch sollten Grunderwerbsverhandlungen aufgenommen werden. Vor der Abstimmung wurde aber beschlossen, den Bau der Parkplätze in 2020 noch aus dem Beschluss herauszulassen. Jansen erklärte, dass die Maßnahme der LNVG zur Förderung vorliege. „Wenn die Förderung zugesagt ist, bleibt sie auch bei Änderungen bestehen.“

Kostenberechnung und Fördermöglichkeiten

Die Bau-, Grunderwerbs- und Planungskosten für die Neugestaltung des Areals Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Duderstadt belaufen sich auf rund 7,472 Millionen Euro. Die Summe für die Bau- und Grunderwerbskosten verteilt sich auf folgende Posten:

2 144 000 Euro ZOB

1 883 000 Euro Parkplätze

715 000 Euro Walldurchfahrt

658 000 Euro Gehweg- und Aufenthaltsbereiche

545 000 Euro Minikreisverkehr Sachsenring (B 247) / Westerstieg

535000 Euro Planungskosten

463 000 Euro Fahrbahn

191 000 Euro Provisorium

171 000 Euro P+R und B+R

167 000 Euro Reisebushaltestelle

Die Planer des Büros SHP Ingenieure rechnen mit Fördermöglichkeiten durch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) von rund 2,684 Millionen Euro. Nicht zuwendungsfähig sind die Kosten für Parkplätze und Garagen, die Fern- und Reisebushaltestellen sowie den Minikreisverkehr. Folgende Fördermittel werden erwartet (Fördersatz 75 Prozent der Bau- und Grunderwerbs- beziehungsweise Planungskosten):

1 620 000 Euro ZOB mit Erschließung (Förderhöchstsatz 170000 Euro je Haltestelle)

535 000 Euro gegebenenfalls Verbreiterung / Erhöhung Walldurchfahrt

400 000 Euro Planungskosten

130 000 Euro P+R- und B+R-Anlagen

Die verbleibenden Kosten für die Stadt Duderstadt betragen rund 4,788 Millionen Euro.

Von Rüdiger Franke

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