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Duderstadt Trotz Eisschicht Betreten verboten
Die Region Duderstadt Trotz Eisschicht Betreten verboten
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19:17 22.01.2019
Ansicht vom Seeburger See.
Ansicht vom Seeburger See. Quelle: Niklas Richter
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Seeburg/Göttingen

Die Eisdecke auf dem Göttinger Kiessee reicht noch nicht aus, um sie gefahrlos betreten zu können. Darauf hat am Dienstag der Sprecher der Stadtverwaltung Göttingen, Dominik Kymion, hingewiesen. Auf Nachfrage des Tageblatts erklärte er: „Für eine Freigabe des Kiessees wird durchgehend mindestens eine Eisdicke von zwölf Zentimeter benötigt.

Derzeit liegt die Dicke zwischen 1,5 und 2,5 Zentimeter.“ Das Betreten des Sees sei daher gefährlich und strengstens verboten. Zwei gehisste rote Flaggen, eine am Piratenspielplatz und eine weitere am Bootshaus auf der gegenüberliegenden Seite, machen auf die Gefahr aufmerksam. Wehen an ihrer Stelle weiße Fahnen, ist der See zugänglich. „Der Appell an alle lautet daher, auf die Beflaggung zu achten und den See auf keinen Fall zu betreten, wenn die Flaggen rot anzeigen“, so Kymion ausdrücklich.

Längere Frostperiode nötig

Seinen Ausführungen zufolge bräuchte es für eine Menschen tragende Eisdicke über einen längeren Zeitraum durchgehend Temperaturen im Minusbereich und zwar am besten sogar zweistellig. Bei den derzeitigen Temperaturen sei diese Eisdicke aber eher schwierig zu erreichen. Gemessen werde täglich, so der Sprecher. Zuständig dafür sei die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF). Sobald der Kiessee betreten werden kann, informiere die GoeSF darüber, so sein Versprechen.

Hinsichtlich des Seeburger Sees bei Ebergötzen, der in diesen Tagen eine vermeintlich tragende Eisschicht aufweist, sagt Seeburgs Bürgermeister Martin Bereszynski (CDU): „Ich kann nur jeden davor warnen, auf den See zu gehen. Es handelt sich um kein stehendes Gewässer, das gleichmäßig durchfriert. Auch wenn es so aussehen sollte. Das täuscht.“ Der See habe einen Zu- und einen Abfluss, das Wasser sei also stets in Bewegung. „Außerdem steht das Gewässer unter Naturschutz und darf auch bei tragendem Eis nicht begangen werden“, klärt Bereszynski auf.

See steht unter Naturschutz

Die Naturschutzregelung gelte für die gesamte Seefläche, für den Schilfbereich und sich anschließende Wiesen. Für Ruder- und Anglerboote würden Ausnahmeregelungen gelten. Wer dennoch die Eisfläche betritt, müsse damit rechnen, von Mitarbeitern des Ordnungsamtes oder Polizeibeamten zur Verantwortung gezogen zu werden, ergänzt der Bürgermeister. Er weiß: „Der zugefrorene See ist aus Naturschutzgründen noch niemals freigegeben worden.“

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) empfiehlt auf ihrer Internetseite, dass sich Personen nur bei bewachten und entsprechend fest zugefrorenen Gewässern auf das Eis wagen sollten, zudem niemals allein. Bricht dennoch ein Mensch ein, sollte er mit Hilfe einer Jacke, eines Seiles oder eines anderen Hilfsmittels aus dem Wasser gezogen werden, nicht mit der ausgestreckten Hand. Andernfalls werde auch der Retter in das eiskalte Wasser gezogen. Wer sich auf das Eis wagt, sollte am besten vorher nach geeigneten Hilfsmitteln Ausschau halten.

Von Ulrich Meinhard

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