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Duderstadt Elternmehrheit für einen Schulstandort
Die Region Duderstadt Elternmehrheit für einen Schulstandort
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19:03 25.11.2011
Von Kuno Mahnkopf
Viele Fragezeichen: Transparent am Seeburger Schulzaun. Quelle: Pförtner
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Seeburg/Seulingen

Bei der Elternbefragung des Schulelternrates der von 131 Kindern besuchten Verbundschule haben sich 84 für nur noch einen Schulstandort und 18 für den Beibehalt von zwei Standorten ausgesprochen. 29 Eltern haben keine der beiden Möglichkeiten angekreuzt oder den Umfragebogen nicht abgegeben. Das Ergebnis wurde bereits der Samtgemeinde als Schulträger übermittelt und wird auch über einen Elternbrief bekanntgemacht.

Unabhängig von der Umfrage des Schulelternrates hat der Elternbeirat der katholischen Kindertagesstätte Seulingen eine Umfrage unter den Eltern der Krippengruppe und der beiden Kindergartengruppen durchgeführt. Wie Vorsitzende Nicola Raabe mitteilt, hätten sich 32 von 47 Eltern beteiligt und allesamt für einen Schulstandort gestimmt.

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In Seeburg formiert sich derweil Widerstand gegen eine mögliche Schließung der örtlichen Schule. Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU) kritisiert auf der Homepage der Gemeinde Umstände und Verlauf des der Elternbefragung vorangegangenen Infoabends in Seulingen und den Versuch, „auf Betreiben des Schulvorstands in einem Hauruckverfahren die gerade gefundene Lösung der Verbundschule zu kippen und einen Schulstandort zu schließen“. Ein frisch aus der Taufe gehobenes Bürgerforum veranstaltet am Mittwoch, 30. November, um 19.30 Uhr im Café Seeblick eine Diskussionsrunde zur Zukunft der Seeburger Schule. Unter anderem wird moniert, dass trotz des räumlichen Vorteils des Seulinger Schulgebäudes so getan werde, als ob die Standortfrage offen sei. „Noch haben wir Chancen, unsere Schule zu erhalten“, verweist Ursula Streicher, die auch Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Seeburg ist, auf „neue Erkenntnisse“. Die Umfrage des Elternrates hält sie für nicht rechtens. Das sei Aufgabe der Samtgemeinde. Natürlich könne der Elternrat eine Umfrage machen, sagt deren Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD), eine andere Frage sei die der Verbindlichkeit. Im Schulausschuss solle am 8. Dezember über eine eigene Befragung voraussichtlich der Eltern der Erst- und Zweitklässler sowie Vorschulkinder  beider Orte entschieden werden.