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Duderstadt Entscheidung über Niedersachsenhof und Rewe erst in Monaten
Die Region Duderstadt Entscheidung über Niedersachsenhof und Rewe erst in Monaten
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20:14 17.09.2014
Von Kuno Mahnkopf
Der Niedersachsenhof.
Der Niedersachsenhof. Quelle: Archivbild (Symbolfoto)
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Gieboldehausen

Dass erneut keine Entscheidung über das Hotelrestaurant zu erwarten war, hatten die Zuhörer bereits dem Tageblatt entnehmen können. Gemeindedirektor Georg Moneke begründete das mit der Suche nach Alternativstandorten für den Rewe-Markt. Für den in der Knickgasse angesiedelten Markt  sucht die Part AG als Investor einen neuen Standort und hat dafür auch den Niedersachsenhof ins Auge gefasst.

Erwartungsgemäß setzte der Gemeindedirektor den Tagesordnungspunkt ab und fand dafür die Zustimmung der Gruppe Freie Wähler GfG/SPD/Grüne. Die sich im Kreis drehende Diskussion ging dennoch weiter. Die Gruppe CDU/Fiedler scheiterte mit ihrem Antrag, in der Ratssitzung einen Beschluss herbeizuführen.

„Wir befassen uns seit fast zwei Jahren mit dem Thema“, sagte Markus Gerhardy (CDU): „Vor einem Jahr hätten wir noch die Chance zur Verpachtung gehabt, nach der dritten Ausschreibung gibt es jetzt Kaufinteressenten aus dem Gastronomiebereich.“

Standortmöglichkeiten prüfen

„Wir haben das Ziel, beides zu erlangen – Gastronomie-Erhalt und Rewe-Verlegung“, erklärte Moneke. In Gesprächen mit dem Landkreis sei deutlich geworden, dass vor einem Beschluss zum Niedersachsenhof andere Standortmöglichkeiten für Rewe zu prüfen seien.

Da der Verwaltungsausschuss das Thema vertagt habe, sei auch keine Beschlussfassung im Rat möglich. „Obwohl wir ebenfalls auf eine Entscheidung drängen, müssen wir die aktuelle Entwicklung berücksichtigen“, meinte Wolfram Döring (FW). Die Kaufangebote hätten sich nach der erneuten Ausschreibung nicht um einen Cent verändert, merkte Hubert Hackenforth (FW) an.

Die drängende Frage, wann eine Entscheidung zu erwarten sei, wurde erst nach Anfragen von Einwohnern und Theo Sommer (FW) beantwortet. 

„Verschiebung mit ungewissem Ausgang“

Falls es keine Probleme gebe, rechne er mit bis zu einem Dreivierteljahr, sagte Moneke, begleitet vom Murren des Publikums: „Wir prüfen Alternativen für Rewe nach K.O.-Kriterien – auch unter Berücksichtigung von Denkmalschutzbelangen und möglichem Grunderwerb.  Dann ist die Politik wegen der Aufstellung eines Bebauungsplans gefordert.“ Der Part AG sei das Procedere bekannt, mit den Kaufinteressenten aus der Gastronomie sei noch über die Dehnbarkeit ihrer Vorhaben zu sprechen.

Gerhardy  gab angesichts der „Verschiebung mit ungewissem Ausgang“ zu bedenken, dass der Niedersachsenhof die Gemeinde monatlich rund 2100 Euro koste.

Zum Unmut Monekes nannte Wolfram Döring aus einem nichtöffentlichen Protokoll zwei Rewe-Standortalternativen, die schon in der Vergangenheit im Spiel waren: die im Ort als Kaserne geläufige Häuserzeile hinter dem Leinemann-Imbiss an der Hahlestraße und den Schlosshof, das Areal zwischen dem Fachwerkschloss und der B 27. Die Häuserzeile dürfte nach Immobilienkäufen ausscheiden – es bliebe also der Schlosshof. Bestätigen will das allerdings keiner. 

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