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Duderstadt Erholung mit Störfaktoren in Duderstadt
Die Region Duderstadt Erholung mit Störfaktoren in Duderstadt
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20:11 05.09.2018
Olaf Linnemann vom Duderstädter Bauhof kontrolliert eine Wackelplatte auf dem LNS-Gelände. Quelle: Rüdiger Franke
Duderstadt

In Duderstadt bleibt die Diskussion um Müll und Vandalismus in den Naherholungsbereichen Stadtwall und LNS-Gelände an der Tagesordnung. Doch die Meinungen über den Zustand gehen auseinander.

Das LNS-Gelände habe für Duderstadt einen erheblichen Erholungswert in der Nachfolge des Clara-Gerlach-Gartens, sagt Matthias Schenke, Vorsitzender im SPD-Ortsverein. Es sei wichtig, dass das Gelände nicht nur großartig eingerichtet wurde, sondern auch einen nachhaltigen Nutzen habe. „Wir haben so ein Schmuckstück“, sagt er. Doch es sei eine Schande, dass aus dem Gelände, „um das uns andere beneiden“, nicht noch mehr gemacht werde. Die SPD habe vorgeschlagen, dort Einrichtungen wie eine Boulebahn und ein Volleyballfeld zu integrieren. Das Gelände müsste von der Stadt besser gepflegt werden. „Deshalb haben wir eine Aufstockung des Bauhofs gefordert. „Man müsste auch schauen, wer das Gelände verschmutzt“, sagt Schenke. In anderen Kommunen gehe das schließlich auch. Sonst könne man irgendwann sagen, dass es auch nur noch das Hundeklo sei – wie der Clara-Gerlach-Garten.

Hundekot

Besonders das Thema Hundekot beschäftigt die Besucher. Einer, der seine Hundebeutel in die Mülleimer wirft, ist der vor zwei Monaten nach Duderstadt gezogene Künstler „Walter PPK“. Die Stadt sei sehr schön, aber diese Zustände seien furchtbar, sagt er. Er verstehe andere Hundebesitzer nicht. Dabei sei es so einfach. Man müsse nicht einmal die Beutel aus dem Tierhandel nehmen, sondern könne auch günstigere Großpackungen an Kosmetikbeuteln kaufen. Doch nicht nur der Hundekot sei ihm aufgefallen. Auch Mülleimer würden heruntergerissen, und Müll bleibe liegen.

Dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere mitnehmen, hat Florian Wedekind nach seinen Angaben schon oft beobachtet. Seine Familie hat seit der Eröffnung des LNS-Geländes 1994 einen Garten dort. „Das ist unsere Ruheoase“, sagt seine Mutter Marion Wedekind. Beide sind der Ansicht, dass das Gelände nicht heruntergekommen sei. Allerdings gebe es immer wieder Vandalismus. Doch ansonsten sei das Gelände in keinem schlechten Zustand.

Spielgeräte

Olaf Linnemann ist der Bauhofmitarbeiter, der sich um die Spielplätze in allen Ortsteilen von Duderstadt kümmert. Den Vorwurf, dass Spielgeräte vergammeln, will er nicht stehen lassen. Er ist mit seinem Spielmobil unterwegs, um die Spielgeräte zu überprüfen und auch zu reparieren. Das geschehe regelmäßig im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht, erläutert Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Er berichtet, dass der LNS-Aufsichtsrat am 12. September tage. Einer der Punkte auf der Tagesordnung sei die Zukunft des Geländes. Nolte: „Es gibt Gedanken zur Weiterentwicklung, die dort besprochen werden sollen.“ Denn das Gelände werde weiterhin hervorragend angenommen. Auch Veronika Leinemann aus Ecklingerode gefällt das Gelände. Als Besucherin sei ihr am Park nichts Negatives aufgefallen. Vielmehr genießt sie es, ihrem Enkel beim Spielen an den Wasserspielen zu beobachten.

Doch nicht nur der Stadtpark steht in der Kritik. Auch der Wall, der sich um die historische Altstadt erstreckt, ist immer wieder Diskussionsstoff. „Es gibt mehrere beschädigte Bänke auf dem Wall, die zum Teil angesägt wurden“, hat beispielsweise Peter Palmai bei seinen morgendlichen Touren entdeckt. Darüber hinaus habe er nach 200 Hundehaufen aufgehört zu zählen, sei aber noch lange nicht am Ende angekommen.

Erwachsene als Verursacher

Probleme in Naherholungsgebieten gibt es aber auch in anderen Kommunen. Am Seeburger See gab es vor allem Park- und Müllprobleme, als der neue Spielplatz in Betrieb genommen wurde. „Die Leute sollen ihren Müll wieder mitnehmen“, bittet Manfred Raabe, der sich mit weiteren Ehrenamtlichen um die Flächen in der Gemeinde kümmert. Besonders im Bereich des Spielplatzes liegen immer noch regelmäßig Getränkebehälter, Taschentücher, Zigarettenschachteln und Kippen. „Manche stellen sogar Plastiksäcke mit Müll ab“, erzählt Raabe. Hinzu komme, dass auch Erwachsene die Spielgeräte nutzen, so dass die Feder an der Seilbahn bereits dreimal habe ausgewechselt werden müssen. Probleme gibt es aber auch am Kehr in Göttingen.

Von Rüdiger Franke

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