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Duderstadt Erinnerung bleibt lebendig
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19:01 11.08.2011
Erinnerung an den Mauerbau vor 50 Jahren: Kranzniederlegung am Grenzlandmuseum.
Erinnerung an den Mauerbau vor 50 Jahren: Kranzniederlegung am Grenzlandmuseum. Quelle: Tietzek
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Die neue Gedenktafel ist an einem Mahnmal angebracht worden, das an die im Eichsfeld verletzten und getöteten Menschen erinnert, die hier über die innerdeutsche Grenze flüchten wollten. In kurzen Ansprachen betonten der Vorsitzende des Fördervereins für das Grenzlandmuseum Eichsfeld, Horst Dornieden und sein Stellvertreter Wolfgang Nolte, dass es in Deutschland niemals wieder eine derartige Grenze geben dürfe. Deshalb sei es wichtig, die Erinnerung und die Geschichtskenntnis wach zu halten, um Tendenzen vorzubeugen, die totalitäre Systeme wie Nationalsozialismus und Kommunismus fördern könnten.

An der Enthüllung der Gedenktafel nahm neben den Museumsvertretern auch der Zeitzeuge Bernd Leinemann teil, der bei einem Fluchtversuch an der Grenze im Jahr 1971 schwer verletzt worden war. Aus diesem Anlass ging Dornieden auch auf die spektakulären Massenfluchten aus Böseckendorf ein. Im Oktober 1961 waren 53 Personen aus diesem Eichsfelddorf nach Immingerode geflohen und im Februar 1962 noch einmal zwei Familien mit zwölf Personen. Nachdem sie im westdeutschen Immingerode eine erste Aufnahme gefunden hatten, gelang es dem Friedländer Lagerpfarrer Monsignore Wilhelm Scheperjahns dann, für die Flüchtlinge eine neue Heimat in Angerstein bei Nörten-Hardenberg zu eröffnen.

sr