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Duderstadt Erste Sinti-Wallfahrt im Eichsfeld ein Erfolg
Die Region Duderstadt Erste Sinti-Wallfahrt im Eichsfeld ein Erfolg
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20:08 26.07.2009
Gemeinsamer Gottesdienst von Sinti-Familien und Eichsfeldern: Roberto Larze stellt die Marienstatue an den Altar.
Gemeinsamer Gottesdienst von Sinti-Familien und Eichsfeldern: Roberto Larze stellt die Marienstatue an den Altar. Quelle: Walliser
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Unter den schattenspendenden Bäumen hatte sich die Gemeinde versammelt, um der Abschlussmesse der ersten Sinti-Wallfahrt beizuwohnen. Lebendige Klänge von Violinen, Gitarren und Kontrabässen begleiteten den Einzug der Marienstatue und ließen sogar zufällige Passanten innehalten und am Gottesdienst teilnehmen.

„Das ist die erste Sinti-Wallfahrt in Germershausen. Im nächsten Jahr kommen vielleicht noch mehr Gläubige, wenn sich dieses Ereignis herumgesprochen hat“, hofft Pater Rudolf Götz als Gastgeber.

Auch Pfarrer Wolfgang Patzelt, der von der Diozöse Hildesheim mit der Seelsorge für ethnische Gruppen wie Sinti und Roma beauftragt wurde, zog ein positives Resümee nach der dreitägigen Wallfahrt: „Ich fühle eine große Erleichterung, dass alles so gut verlaufen ist. Die Leute müssen sich und ihre verschiedenen Kulturen erst einmal kennenlernen.“ Dazu habe es am Sonnabend beim geselligen Beisammensein im großen Festzelt Gelegenheit gegeben. Erfreut zeigte sich der Pfarrer über die freundliche Aufnahme der Sinti-Familien im Eichsfeld.

Spontaner Applaus

Der in Slowenien gebürtige Pfarrer Jozet Lancaric predigte auf der Abschlussmesse vom Glück, das man finden könne, wenn man sich dafür entscheide, es zu sehen. Wunder seien normal, weil das Normale – die Entstehung und das Wachsen von Leben – ein tägliches von Gott gegebenes Wunder sei. Bei der Gemeinde schien diese Botschaft anzukommen, sie spendete spontan Applaus.

Der Pfarrer dankte allen Mitwirkenden, die den harmonischen Ablauf der Wallfahrt ermöglicht hätten. Zum Abschluss zauberte er ein Lächeln auf die jungen Gesichter der Messdiener, die alle Angehörige der Sinti-Familien waren: Als Belohnung für geduldiges Stillstehen während der eineinhalbstündigen Messe wurde ihnen ein Eis versprochen.

Von Claudia Nachtwey

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