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Duderstadt Vorbereitungen für die erste Vernissage im Kulturkloster
Die Region Duderstadt Vorbereitungen für die erste Vernissage im Kulturkloster
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00:18 22.06.2018
Aufbau der Kunstausstellung Kulturkloster der Astrid-Lindgren-Schule. Anna-Maria Brune, Schulleiterin Franziska Stollberg, Selma Shaqiri und im Hintergrund Karim Charif und Zeinab Taha (von links). Quelle: Hinzmann
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Duderstadt

„Ohne das Kulturkloster hätten wir nicht die Möglichkeiten gehabt, eine Ausstellung im öffentlichen Raum zu konzipieren“, sagt Franziska Stollberg, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule (ALS). Dabei sieht sie vor allem die Chance, die Kunstwerke der Schüler einem breiteren Publikum vorzustellen und zu zeigen, wie vielfältig der Kunstunterricht an der Hauptschule sein kann. Dementsprechend lautet auch das Motto der Vernissage „Schule ist Kunst“.

Die Schüler können dabei jeweils mehrere Ausstellungsstücke aus verschiedenen Jahrgängen und Themenbereichen präsentieren. So finden neben individuell gestalteten Gebrauchsgegenständen wie Platz-Sets, Vasen und Eierbechern auch dekorative Skulpturen und Bilder in unterschiedlichen Techniken ihren Platz in der Ladenfläche des Kulturklosters.

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Schüler entwickeln eigene Konzepte

„Eine öffentliche Ausstellung vorzubereiten, ist eine tolle Erfahrung. Wir hängen nicht nur die Bilder selbst auf, sondern organisieren auch alles drumherum“, sagt Zehntklässlerin Amira Taha. Dass die Ausstellung an einem außerschulischen Ort stattfindet, begrüßt Amira. „Sonst sehen die Kunstwerke doch nur die Lehrer“, meint die Zehntklässlerin. Im Vorfeld haben die Schüler Plakate und Einladungen entworfen. Zur Vernissage sollen selbstgemachte Häppchen gereicht werden. Um für jede künstlerische Arbeit den richtigen Platz zu finden, haben sich die Schüler mit der Schulleiterin und der Kulturreferentin Katrin Oldenburg, Leiterin des Kulturklosters, im Laden getroffen. Rege Diskussionen haben gezeigt, wie ernsthaft sich die Jugendlichen Gedanken gemacht haben, ob die Stücke chronologisch oder nach Themenbereichen zusammengestellt werden sollten. Und auch die ästhetischen Gesichtspunkte sollten dabei beachtet werden.

Kulturnetzwerk für junge Menschen

Der Kontakt zum Kulturkloster ist entstanden, nachdem Oldenburg das Konzept an den Schulen vorgestellt hatte. Angelaufen ist das Projekt zur Kulturförderung von jungen Menschen nach den Sommerferien 2017. Auf Initiative der Stiftung der Ursulinen konnten professionelle Partner im Kultursektor gefunden werden, nämlich die Händel-Gesellschaft, das Deutsche Theater und die Musa in Göttingen. Zu den Förderern gehören die Stadt Duderstadt, der Landschaftsverband Südniedersachsen, die Sparkasse Duderstadt und der Förderverein des Ursulinenklosters. „Wir wollen ein vielfältiges Angebot für junge Menschen in Duderstadt und im ganzen Landkreis schaffen, sich mit Kultur auseinanderzusetzen“, sagt Oldenburg. Über ein Netzwerk soll vielfältige Hilfe angeboten werden, angefangen bei der Konzeptentwicklung bis zur Suche nach Ausstellungs- und Auftrittsmöglichkeiten. Das Angebot richte sich nicht nur an Schulen, auch Gruppen, Initiativen und Privatpersonen könnten sich an das Kulturkloster wenden. „Eines der Ziele ist, dass die Leute von selbst kommen, wenn sie Unterstützung für ihre Ideen im Kulturbereich brauchen“, erklärt Oldenburg.

Die ALS ist die erste Schule, die mit Hilfe des Kulturklosters eine Kunstausstellung konzipiert hat. Weitere Pläne wurden bereits geschmiedet. „Im Herbst wollen wir gemeinsam mit den Kooperationspartnern des Kulturklosters eine Projektwoche starten, die an der Schule durchgeführt wird“, sagt Stollberg. Dabei seien die Schwerpunkte verschiedene Musik- und Tanzvorführungen.

Von Claudia Nachtwey

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