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Duderstadt Bewährungsprobe für Winterdienste
Die Region Duderstadt Bewährungsprobe für Winterdienste
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16:37 04.12.2017
Wintereinbruch in Südniedersachsen am Wochenende auf den Straßen in der Region. Quelle: Peter Heller
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Gieboldehausen

„Es ist ganz entspannt gewesen“, bilanziert Frank Widera, Leiter des Bauhofs der Stadt Duderstadt. Räum- und Streudienste hätten „gut funktioniert“. Durch die relativ hohen Temperaturen habe das verwendete Natriumchloridsalz seine Tauwirkung entfaltet. Hiervon habe der städtische Bauhof weit über 150 Tonnen eingelagert. Dies sei mehr als unter anderem der deutsche Straßendienst und die Salzindustrie empfehle, berichtet Widera. Als Faustregel gelte, dass eine Tonne pro Kilometer Straße vorgehalten werden sollte. „Das würde bedeuten, dass wir hier eine Vorratshaltung von 125 Tonnen haben müssten“, konkretisiert der Bauhofleiter.

Fahrzeuge und Handgruppen im Einsatz

Drei Großfahrzeuge, vier Kleinfahrzeuge und vier Handgruppen, die aus zwei oder drei Mitgliedern bestehen, seien am Sonntag im Einsatz gewesen, der um 6 Uhr begonnen habe. Zwischen 16 und 18 Uhr habe es noch eine weitere Einsatzrunde gegeben. Zu Wochenbeginn seien alle Straßen wieder frei gewesen. „Da hat uns das Wetter mit zugespielt als es über Nacht wärmer geworden ist und es kräftig abgetaut hat“, erläutert Widera. Am Montagmorgen sei daher kein weiterer Einsatz notwendig gewesen.

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Das Straßen im Stadtgebiet würden „nach Priorität abgearbeitet“, erläutert Widera. Priorität eins hätten „verkehrswichtige und für die Infrastruktur wichtige Strecken“. Als Beispiele nennt er die Bereiche rund um Schulen, Kindergärten und Krankenhaus. Die niedrigste Priorität hätten reine Anwohnerstraßen, „die wir nur in extremen Notfällen machen“, erklärte Widera. Dies sei am Sonntag „absolut nicht“ der Fall gewesen.

Mehr Schnee in den Bergdörfern

Der meiste Schnee falle in der Regel in den Bergdörfern Breitenberg, Hilkerode, Brochthausen, Langenhagen und Fuhrbach, was auf die Höhe der Orte zurückzuführen sei. „Ein paar Meter sind manchmal schon ganz entscheidend“, weiß Widera aus langjähriger Erfahrung. „Wenn es in Breitenberg weiß ist, liegt Duderstadt noch im grünen Mantel“, benennt Widera ein mögliches Szenario.

Er erinnert daran, dass jeder Eigentümer eines Grundstücks sei in der Pflicht den zugehörigen Gehweg zu räumen. Dies sei am Sonntag „noch nicht von allen so umgesetzt gewesen“, schildert Widera seine Eindrücke.

Ähnlich entspannt wie im Bereich der Stadt Duderstadt scheint auch der Einsatz der Räum- und Streudienste in der Samtgemeinde Gieboldehausen verlaufen zu sein. „Mir sind keine Probleme zu Ohren gekommen“, berichtet Christina Kutzborski, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Wohnen. Die große Mehrzahl der Einwohner halte sich an ihre Räumpflicht, es habe keine Beschwerden über nicht geräumte Gehwege gegeben. Der Bauhof des Flecken Gieboldehausen sei am Sonntag mit drei Mitarbeitern im Einsatz gewesen, um sowohl ab 6 Uhr als auch wegen des anhaltenden Schneefalls ab 15 Uhr vorrangig Strecken mit besonderen Gefahrenstellen und entsprechender Verkehrsbedeutung zu streuen, ergänzt Verwaltungsvertreterin Karin Wilde. Besondere Vorkommnisse habe es dabei nicht gegeben.

Von Axel Artmann

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