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Duderstadt Beliebtes Ziel nicht nur für Angler: der Eulensee in Westerode
Die Region Duderstadt Beliebtes Ziel nicht nur für Angler: der Eulensee in Westerode
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20:10 28.10.2019
Spendenübergabe am Eulensee (v.l.): Michael Rust, Thorsten Feike und Martin Schwedhelm Quelle: Rüdiger Franke
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Westerode

Den Eulensee in Westerode haben die Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Westerode im Jahr 1989, also vor 30 Jahren angelegt. Mit einer neuen Umwälzpumpe soll die Qualität des Wassers gesichert werden.

Der Westeröder Angelsportverein wurde im Mai 1973 gegründet. Irgendwann entstand bei den Mitgliedern der Wunsch nach einer eigenen Teichanlage. Nach langjährigen Bemühungen erhielt der Verein 1989 eine Baugenehmigung im Bereich des Sport- und Freizeitzentrums. Im Juli 1989 begannen die Aushubarbeiten. Ein regionales Bauunternehmen baggerte den See aus und fuhr die anfallende Erde ab. „Allein das hat 20 000 Mark gekostet“, erzählt der Vorsitzende Martin Schwedhelm.

Treffen zur Spendenübergabe am Eulensee (v.l.): Michael Rust, Thorsten Feike und Martin Schwedhelm Quelle: Rüdiger Franke

Insgesamt fielen für die Anlage des Eulensees Kosten von mehr als 100 000 Mark an. „Der Angelteich wurde vorwiegend aus finanziellen Mitteln der Mitglieder gebaut“, sagt Schatzmeister Michael Rust. „Einige Mitglieder haben für den Bau sogar Kredite aufgenommen.“ Öffentliche Förderung gab es nur vom Ortsrat, der 11 000 Mark zahlte. Der Landkreis habe auf die Anfrage in einem Schreiben geantwortet, dass die Teichanlage nur im Interesse von einigen Leuten sei, die Spaß am Angeln haben. Eine solche Teichanlage sei nicht gemeinnützig.

Stark frequentiert

„Der Teich ist durch seine schöne Lage stark frequentiert“, sagt Rust aus heutiger Sicht. Besonders durch den Rundweg, der mit dem Aufbau einer Fußgängerbrücke über die Nathe geschaffen wurde, erfreue sich großer Beliebtheit. Nicht nur von Westeröder sondern auch von Mingeröder Seite. „Wir freuen uns, dass wir so viel Publikumsverkehr haben“, so der Schatzmeister weiter. Besonders an schönen Tagen sei die Sitzgelegenheit auf der Landzunge eigentlich immer besetzt.

In viel Eigenarbeit ist eine Teichanlage entstanden, die nach Angaben des Vorsitzenden etwa 100 Meter lang und 90 Meter breit ist. Das Land dafür hat der ASV für 99 Jahre von der Kirche gepachtet. „Im Schnitt hat der Eulensee eine Tiefe von zwei Metern“, so Schwedhelm. Rund 6500 Kubikmeter Wasser fasse der Teich, der im Tonboden angelegt wurde. Gefüllt werde er vom Grundwasser. „Wir müssen trotzdem immer wieder etwas zupumpen“, erklärt Rust. Für die Wasserentnahme aus der Nathe habe der Verein die Rechte erhalten.

Im Teich schwimmen fast alle Arten an Süßwasserfischen, wie die Angler erzählen. Hauptsächlich seien es Karpfen, aber auch Weißfische, Goldfische, Schleien, Aale, Barsche, Hechte und Zander. „Eigentlich alles außer Welsen“, sagt Schwedhelm. Die seien zu starke Räuber. Mit Hecht und Zander würden aber auch Raubfische im Eulensee leben. „Die sorgen für ein natürliches Gleichgewicht“, erklärt Rust.

Eisvögel und Fledermäuse

Doch nicht nur Fischen bietet der Eulensee eine Heimat. Eisvögel gehen am See auf Fischfang. Teichhühner, Stockenten und Nilgänse sind regelmäßige Besucher. Und zahlreiche Schwalben und Fledermäuse finden ausreichend Insekten als Nahrung. Damit der Eulensee aber ein attraktiver Anlaufpunkt bleibt, sind die Mitglieder gefordert. „Zwischen 200 und 300 Arbeitsstunden fallen im Jahr an“, sagt Rust. Die Pflege des Areals sei die Hauptaufgabe. Das reiche vom Rasenmähen bis zur Wasserkontrolle.

Spendenübergabe am Eulensee (v.l.): Martin Schwedhelm, Thorsten Feike und Michael Rust Quelle: Rüdiger Franke

Um das Wasser mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, setzen die ASV-Mitglieder eine Umwälzpumpe ein. Die alte war mittlerweile in die Jahre gekommen. Deshalb soll eine neue die Arbeit übernehmen. Bei der Finanzierung werden die Angler von VR-Bank Mitte unterstützt. Der scheidende Regionalmanager Thorsten Feike überbrachte am Montag einen Scheck mit 700 Euro. „Unser Ziel ist, die Anlage mit einer Photovoltaik anzutreiben“, erzählt Rust.

Verein mit starker Jugendgruppe

Dem Angelsportverein (ASV) Westerode gehören rund 80 Mitglieder an. „Unsere Mitglieder kommen aus mehr als zehn Orten des Eichsfelds“, erzählt Schatzmeister Michael Rust. Dabei reiche der Einzugsbereich bis nach Gieboldehausen im Norden, bis Ecklingerode im Osten, Teistungen im Süden und Desingerode im Westen. „Wir sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen“, so der Schatzmeister weiter. Deshalb nehme der Verein zurzeit keine neuen Mitglieder auf. „Wir müssen aufpassen, dass der Verein für die Mitglieder attraktiv bleibt und alle auch die Möglichkeit haben, ihrem Hobby nachzugehen.“ 35 bis 40 Angler seien sehr aktiv. Dazu könne der ASV eine starke Jugendgruppe vorweisen. Elf Jugendliche haben sich dem Verein angeschlossen. Für die organisiert der ASV unter anderem Ausflüge wie zum Beispiel zum Flambacher Teich, den die Angler seit vielen Jahren vom Forstamt Riefensbeek gepachtet haben. rf

Von Rüdiger Franke

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