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Duderstadt European Union Chamber Orchestra in der Eichsfeldhalle
Die Region Duderstadt European Union Chamber Orchestra in der Eichsfeldhalle
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19:51 30.09.2013
Begeistern mit Tänzen und Liedern aus ihrer kaschubischen Heimat: Tanzgruppe Modraki aus Duderstadts polnischer Partnerstadt Kartuzy. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Eingeladen zum zweistündigen Konzert hatte die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die bereits zum 27. Mal die niedersächsischen Musiktage ausrichtet.

Den Anfang machten die deutschen Tänze von Franz Schubert. Es folgten weiche Walzermelodien eines Antonin Dvorák und nach der Pause die  „Suite französischer Tänze“ von Paul Hindemith. Den Abschluss bildeten Stücke von Frédéric Chopin und die rumänischen Tänze von Béla Bartók. Das Publikum honorierte das stimmige und routinierte Zusammenspiel der Streicher mit langem Applaus zwischen den einzelnen Stücken.

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„Wir freuen uns besonders, dass wir so hochkarätige Künstler für die Konzerte in Niedersachsen gewinnen konnten“, sagte Alfons Wüstefeld, Direktor der Sparkasse Duderstadt in seiner Begrüßung. Seit seiner Gründung 1981 gilt das europäische Orchester als eine Art musikalischer Gesandter der Europäischen Union.

„Freundschaft“ ist dieses Mal das Leitwort der niedersächsichen Musiktage. Im Foyer der Eichsfeldhalle war deshalb eine kleine Ausstellung zum Thema von Schülern des Eichsfeld-Gymnasiums zu sehen. Auch die Auswahl der Musik stand ganz unter dem Gedanken der Städtepartnerschaft Combs-la-Ville, Frankreich, und Kartuzy, Polen.

Wenige Mutige

Im Vorprogramm ab 16 Uhr unterhielt die Tanzgruppe Modraki aus der polnischen Partnerstadt die Besucher aufs Beste mit Tänzen und Liedern ihrer kaschubischen Heimat. Wenige Mutige nahmen das Angebot an, sich auf der Bühne einige Tanzschritte beibringen zu lassen. Viele der jugendlichen Tänzer waren zum ersten Mal in Deutschland.

„Wir freuen uns sehr über die Einladung“, sagte  Dolmetscherin Kinga Senoczyiska. Außer besonders farbenfrohen Trachten hatte Modraki ungewöhnliche, kaschubische Instrumente mitgebracht: Neben der Teufelsgeige ein Bassinstrument mit Pferdehaaren, die aus einer Art hölzernem Fass herausragten.

Der Ton wird durch ruckartiges Ziehen der Haare erzeugt, die zuvor und während des Spiels mit Wasser begossen werden. Dem Duderstädter Publikum gefielen diese originellen Auftritte ebenso wie das Hauptkonzert des Abends.

Von Birgit Freudenthal