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Duderstadt Gedankenaustausch zum ZOB-Areal
Die Region Duderstadt Gedankenaustausch zum ZOB-Areal
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00:20 28.02.2019
Dipl-Ing. Sabrina Stieger vom Planungsbüro SHP Ingenieure aus Hannover stellt in einer Präsentation neben dem Ist-Zustand auch Gestaltungsvarianten für den künftigen ZOB in Duderstadt vor. Quelle: Markus Riese
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Duderstadt

Wird der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Duderstadt umgestaltet – und wenn ja: wann, wie und in welchem Umfang? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Expertenrunde am Montagnachmittag im Historischen Rathaus.

Förderantrag muss bis 31. Mai eingereicht werden

Eingeladen hatte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), der den Gedankenaustausch auch moderierte. Vertreter aus den politischen Gremien sowie Experten aus diversen Behörden und Verbänden – darunter ZVSN, RBB, ADFC und Landkreis Göttingen – waren in den Ratssaal gekommen, um über die Neukonzeption des ZOB-Areals zu sprechen. Angereist war auch Heidrun Bleumer von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), die über das nötige Prozedere bei der Inanspruchnahme von Landesfördermitteln informierte. Bis zum 31. Mai dieses Jahres muss bei der LNVG ein Förderantrag eingehen, sofern es im Jahr 2020 zu einer Umsetzung der Pläne kommen soll. „Sie verbauen sich nichts, wenn Sie zum 31. Mai einen Antrag stellen, selbst dann, wenn Sie sich momentan noch nicht auf die Details der späteren Gestaltung festlegen wollen“, ermutigte Bleumer die anwesenden Vertreter aus der Politik. Nachteile würden der Stadt demnach nicht entstehen.

Das ZOB-Areal bezeichnet den gesamten Bereich zwischen Walldurchfahrt und Stadtmauer sowie zwischen Volksbank und Sparkasse – und schließt damit auch die vorhandenen Pkw-Parkplätze und die dort ebenfalls befindlichen Garagen mit ein, die möglicherweise weichen müssen.

Vier Varianten derzeit im Gespräch

Vom Büro SHP Ingenieure aus Hannover, das seit Jahren in die Planung der möglichen ZOB-Umgestaltung eingebunden ist, waren Gesellschafter Jörn Janssen und Mitarbeiterin Sabrina Stieger nach Duderstadt gekommen. Sie erläuterten in einer Präsentation zunächst den Ist-Zustand, die formulierten Ziele einer zukunftsfähigen Umgestaltung – und schließlich vier mögliche Gestaltungsvarianten. „Drei davon basieren auf den Entwürfen aus dem Jahr 2012“, erklärte Janssen. Schon damals war die ZOB-Umgestaltung Thema in der politischen Debatte. Die drei früheren Entwürfe seien nun aktuellen Erfordernissen angepasst, eine vierte Variante neu entwickelt worden.

Sabrina Stieger stellt Ideen für die Neugestaltung des ZOB vor.. Quelle: Markus Riese

Stieger ging auf alle vier Entwürfe ein und präsentierte auch die jeweiligen Vor- und Nachteile, mit denen sich die zuständigen Fachausschüsse sowie der Ortsrat in nächster Zeit werden beschäftigen müssen – von der eigentlichen Aufteilung des Areals über die mögliche Einrichtung eines Mini-Kreisverkehrs am Sachsenring bis hin zur erforderlichen Anzahl von Stellplätzen für Pkw, Fahrräder und E-Fahrzeuge. In der Expertenrunde kristallisierte sich relativ klar heraus, dass derzeit jene beiden Varianten auf die größte Zustimmung stoßen, die den eigentlichen „Busbahnhof“ direkt vor dem Gebäude der Sparkasse verorten würden. „Wer mit dem Bus kommt, soll so nah wie möglich an die Stadtmauer herankommen können“, argumentierte etwa Hermann Hesse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz.

Politik will Kosten abschätzen können

Lothar Dinges (WDB) zeigte sich von den vorliegenden Vorschlägen etwas enttäuscht: „Ich hätte auf neuere, modernere Lösungen gehofft.“ Jochen Mitschke (Grüne) und Doris Glahn (SPD) erkundigten sich nach konkreten Kostenansätzen, weil laut Glahn trotz erheblicher zu erwartender Fördermittel „ja trotzdem noch Kosten auf die Stadt zukommen“ – erhielten hierzu allerdings von den SHP-Vertretern noch keine verbindliche Auskunft. „Wenn klar ist, in welche Richtung es gehen soll, dann werden wir uns mit einer detaillierten Kalkulation beschäftigen“, entgegnete Janssen. Es gebe bei allen vier Varianten ohnehin einen großen finanziellen Spielraum – je nachdem, was man dann am Ende wirklich haben wolle.

Walldurchfahrt soll breiter und höher werden

Thorsten Feike (FDP) führte unter anderem die Themen Verweilqualität und Nachhaltigkeit in die Diskussion ein und verwies zudem – wie andere Gesprächsteilnehmer auch – auf einen wichtigen Knackpunkt bei der Neugestaltung: die derzeit viel zu kleine Walldurchfahrt, unter der sich Busse momentan nicht begegnen können.

Die derzeit zu kleine Walldurchfahrt beim ZOB in Duderstadt. Quelle: Rüdiger Franke

Nach Feikes Beobachtungen würden dort regelmäßig gefährliche Situationen für Fußgänger entstehen. Die Planung von SHP sieht hierzu vor, die Unterführung um mindestens 3,15 Meter zu verbreitern und auch zu erhöhen. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch über einen möglichen zusätzlichen Wallaufgang für Fußgänger.

Von Markus Riese

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