Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Züchter zeigen mehr als 160 Kaninchen
Die Region Duderstadt Züchter zeigen mehr als 160 Kaninchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 17.10.2019
Kaninchen in fünf verschiedenen Rassen von der Familie Rümenapf. Quelle: r
Anzeige
Duderstadt

Mitglieder des Duderstädter Vereins F 146 haben die jährliche Gemeinschaftsschau in der Halle der Reisetaubenvereinigung an der Max-Näder-Straße vorbereitet. Am 26. und 27. Oktober ist die Kaninchenschau für Besucher geöffnet – ein lohnenswerter Ausflug für Familien, wie Ellen Rümenapf betont. Sie ist im Verein für die Jugendarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Und gerade weil viele Kaninchenzuchtvereine mit Nachwuchssorgen kämpfen, hoffe der Verein, mit der Veranstaltung Kinder, aber auch Erwachsene für das Hobby zu begeistern.

Immerhin sind im Duderstädter Verein F 146 acht Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren als Jungzüchter aktiv, darunter auch Rümenapfs Kinder. „Die sind da reingewachsen“, sagt die Züchterin. Auch ihr Mann sei Kaninchenzüchter und im Vorstand engagiert.

Mit Erfahrung und Wissen zum Zuchterfolg

Am Donnerstag würden die Kaninchen in die Käfige gesetzt, so Rümenapf, am Freitag nehmen dann die Wertungsrichter die Tiere in Augenschein. Dabei geht es um Gewicht, Körperform, Fell, Zeichnung und Farbe sowie den Pflegezustand. Für die Züchter ist die Bewertung ihrer Tiere wichtig. Um züchterischen Erfolg zu haben, bedürfe es „viel Erfahrung, Fachwissen und ein gutes Händchen im Umgang mit den Tieren“.

Am Sonnabend, 26. Oktober, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr für Publikum geöffnet. Zu sehen sind in der Halle der Reisetaubenvereinigung an der Max-Näder-Straße in Duderstadt – Hinweisschilder werden den Weg weisen, kündigt Rümenapf an. Präsentiert werden etwa 165 Kaninchen aus 17 Rassen- beziehungsweise Farbenschlägen. „Daher ist unsere Schau für jeden sehr interessant, da wir viele verschiedene Rassen zeigen können“, betont die Jugendleiterin und erwähnt außerdem, dass es eine Verlosung und Verpflegung für die Besucher gebe.

Wird Grüneklee zum 7. Mal Vereinsmeister?

Ihren Anteil an der Vielfalt bei der Tierschau hätten „unsere Zuchtfreunde aus Kirchohmfeld, Seeburg, Brehme und von F 144 Duderstadt“, so Rümenapf. Darüber hinaus ist der Verein F 146 mit Züchtern ebenfalls aus Duderstadt, Sattenhausen, Kerstlingerode, Gieboldehausen und Göttingen vertreten. Einer, der seit 1959 die Kaninchenzucht als Hobby betreibt, ist Werner Grüneklee aus Göttingen. Im Duderstädter Verein F 146 fand er vor acht Jahren eine Heimat, weil es in Göttingen keine Kaninchenzuchtvereine mehr gebe. „Ich bin froh, dass wir in Duderstadt Nachwuchszüchter haben“, freut sich das älteste Mitglied bei F 146 Duderstadt.

Grüneklee zeigt am letzten Oktoberwochenende in Duderstadt 18 Tiere – Zwergwidder weiß R.A. sowie Zwergwidder blau. Der 79-Jährige hofft, dass seine Kaninchen auch diesmal wieder erfolgreich abschneiden. Hole er diesmal wie schon in den Vorjahren den Vereinsmeistertitel, „habe ich den Titel zum siebten Mal“.

Bester Rammler und beste Häsin gesucht

Rümenapf erklärt das Procedere. Jeder Züchter im Verein könne sieben Tiere für den vereinsinternen Wettbewerb melden. Die fünf besten würden gewertet. Daraus werde dann der Vereinsmeister ermittelt. Außerdem werde bei der Kaninchenschau der beste Rammler und die beste Häsin aller Züchter der Schau gekürt. Zudem küren die Jungzüchter von F 146 den besten Rammler und die beste Häsin.

Während der Schau würden auch Tiere verkauft, ergänzt Rümenapf, etwa wenn ein Züchter ein neues Tier suche, oder wenn Familien sich ein Haustier zulegten. Grundsätzlich sollte sich ein Züchter eine eigene Linie aufbauen, so der Rat Rümenapfs. „Einen Rammler zieht man sich selbst, eine Häsin kauft man dazu.“ Je nach Qualität und Größe des Tieres würden 35 bis 80 Euro bezahlt.

Zwei Kaninchenzuchtvereine

F 146 und F 144 – zwei Vereine in Duderstadt

In Südniedersachsen gibt es nicht mehr sehr viele Kaninchenzuchtvereine. Die, die es gibt, tragen ein „F“ im Namen, das Kürzel für den Landesverband Hannover. Vereine aus Thüringen hingegen erkennt man am „T“, jene aus Hessen tragen die Bezeichnung K (für Kurhessen) oder H (für Hessen-Nassau). Gleich zwei Vereine hat Duderstadt zu bieten. Gemeinsamkeit ist außer dem „F“ im Namen der Vereinszweck – nämlich die Zucht von Rassekaninchen. Doch die Ansätze der beiden Vereine sind unterschiedlich. F 144 zählt etwa ein Dutzend aktive Züchter, wie Pressewart und Ehrenvorsitzender Heinz Ohnesorge berichtet. Der Altersdurchschnitt bei F 144 Duderstadt sei sehr hoch. Die Mitglieder setzten ihren Schwerpunkt auf Meisterschaften und nähmen an Wettbewerben und Tierschauen im ganzen Bundesgebiet und sogar auch in Europa teil. „Bei uns ist der Ehrgeiz sehr groß“, sagt Ohnesorge, der selbst mit seinen Rassekaninchen diverse Preise und Titel geholt hat. Im Gegensatz zu F 144 Duderstadt bleiben die Züchter von F 146 Duderstadt vorwiegend in der Region. Die 19 Mitglieder und acht Jungzüchter wollen mit ihren Tieren hingegen „nicht so weite Wege zurücklegen“, sagt Sprecherin Ellen Rümenapf. „Natürlich freuen wir uns, wenn wir intern was abräumen“, doch Titel und Preise stünden nicht im Vordergrund. Für sie selbst sei die Kaninchenzucht „ein Ausgleich zur Arbeit“, und so erfreue sie sich am weichen Fell ihrer Kaninchen und dass die Tiere so viel „Ruhe ausstrahlen“. Rümenapf betont: „Wir züchten aus Liebe zum Tier.“ Den Verein F 146 Duderstadt gebe es seit 1957, der Kaninchenzuchtverein F 144 Duderstadt wurde 1932 gegründet.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de, telefonisch unter 05527/9499712 oder über Facebook.

Von Britta Eichner-Ramm

Karnevalisten im Eichsfeld und darüber hinaus fiebern dem Herbst entgegen, denn im November, genau am 11.11. um 11.11 Uhr, beginnt die närrische Zeit, auch fünfte Jahreszeit genannt. In der bevorstehenden Session feiern drei Vereine eine runde Zahl an Jahren. Hier eine erste Übersicht über die Aktivitäten der Eichsfelder Vereine.

16.10.2019

Eine Mappe zur Begrüßung soll Zugezogenen die Integration in Duderstadt erleichtern. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) hat die erste Begrüßungsmappe bereits übergeben.

16.10.2019
Duderstadt Referat anlässlich des Stadtjubiläums Die Spinne und der Eichsfeldplan in Leinefelde

Leinefelde hat 1969 das Stadtrecht erhalten. Anlässlich der Jubiläumswoche referierte Christian Stöber zum Thema „Sozialistische Musterstadt? Leinefelde und die SED-Diktatur im Eichsfeld“ auf Einladung der Urania Bildungsgesellschaft in der Obereichsfeldhalle.

16.10.2019