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Duderstadt Fachwerk5Eck erfährt Landes-Unterstützung bei Wohnraum-Projekt
Die Region Duderstadt Fachwerk5Eck erfährt Landes-Unterstützung bei Wohnraum-Projekt
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16:46 27.11.2019
Ministerin Birgit Honé (l.) und Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier (r.) überreichen den Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Stadt Hann. Münden Harald Wegener und die Geschäftsstellenleiterin des Fachwerk5Ecks Juliane Hofmann. Quelle: r
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Duderstadt

Historische Fachwerkbauten erhalten und zugleich dem Strukturwandel gerecht werden – dieser Aufgabe sehen sich Fachwerkstädte wie Duderstadt gegenüber. Wie gelingt es, ein denkmalgeschütztes Haus barrierefrei umzugestalten? Wie kann Herausforderungen des Wohnens begegnet werden, die beispielsweise der demografische Wandel mit sich bringt? Und wie reagiert man auf veränderte räumliche Anforderungen des Einzelhandels in einem Umfeld aus historischen Gebäuden? Um mit Anforderungen wie diesen umzugehen, hat das Regionsprojekt Fachwerk5Eck, an dem auch die Stadt Duderstadt beteiligt ist, das Projekt „Forum WohnRaum Fachwerk5Eck“ initiiert. Es erfährt nun Unterstützung aus dem Landesprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“. Die Projektbeteiligten haben am Mittwoch in Braunschweig einen Zuwendungsbescheid von nahezu 200000 Euro aus dem Programm erhalten.

Nach Angaben von Juliane Hofmann, Projektleiterin der Geschäftsstelle Fachwerk5Eck, überreichte Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, den Bescheid gemeinsam mit dem Landesbeauftragten Matthias Wunderling-Weilbier. Er ging an die Fachwerk5Eck-Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz.

Drei Jahre Laufzeit

Die Städte arbeiten seit Jahren im Projekt Fachwerk5Eck interkommunal zusammen, um gemeinsam Regional- und Strukturentwicklung in der Fachwerklandschaft Südniedersachsen voranzutreiben. So soll es auch bei „Forum WohnRaum Fachwerk5Eck“ sein. Die Zuwendung hat eine Laufzeit von drei Jahren und wurde in Höhe von 199.599 Euro gewährt. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent. Zusammen mit dem Eigenanteil der fünf Städte ergibt sich eine Gesamtprojektsumme von 332.665 Euro. Die Stadt Northeim tritt als Mittelempfängerin für alle fünf Kommunen auf.

„Eine zentrale Herausforderung für die Städte ist es, den Erhalt der Baudenkmale und Fachwerkhäuser mit den Anforderungen des Strukturwandels in Einklang zu bringen“, berichtet Hofmann über den Hintergedanken bei dem Projekt. Berücksichtigt werden müsse unter anderem der demografische Wandel, der sinkende Einwohnerzahlen, eine älter werdende Bevölkerung und damit neue Anforderungen an das Wohnen mit sich bringt: Wohneinheiten müssen kleiner gestaltet sein als, zugleich aber häufig auch barrierefrei.

Leerstände und Sanierungsstaus verhindern

Der Strukturwandel mache sich aber auch im Einzelhandel bemerkbar, der höheren Raumbedarf in den Zentren habe, sich zunehmend aus der Fläche zurückziehe und mit Verlagerung auf den Online-Handel reagieren muss, erklärt Hofmann. „Gemeinsam mit einem hohen Bestand an Altbauten, der diesen Anforderungen und Bedarfen zurzeit nur ansatzweise gerecht wird, führt dies sowohl in den Innenstädten und als auch in den Ortskernen im Umland zu sichtbaren Leerständen.“ Hinzu komme ein erheblicher Sanierungsstau, insbesondere bei Objekten im Privateigentum.

Infos für Kaufinteressierte und Bauherren

Mit Hilfe des Projektes „Forum WohnRaum“ wollen die fünf Mittelzentren des Fachwerk5Ecks dazu beitragen, den neuen Herausforderungen an Wohnen und Arbeiten im Fachwerk zu begegnen. Zunächst soll eine Website aufgesetzt werden, die als „zentrale Plattform zum Informieren und Austauschen“ dienen soll. Sie richte sich zukünftig an Hauseigentümer, Kauf-Interessierte und Bürger, so Hofmann. „In der zweiten Phase steht der Aufbau eines Netzwerkes von unabhängigen Beratern im Mittelpunkt“, erklärt sie. Mitglieder des Netzwerks sollen Hauseigentümern und Kaufinteressierten eine Beurteilung von Immobilien vor Ort anbieten und erste projektspezifische Informationen an die Hand geben. Wie steht es um die Gebäudesubstanz? Sind Sanierungsmaßnahmen erforderlich? Welche Arbeitsschritte muss ich bedenken? „Insbesondere die energetische Sanierung in Baudenkmalen und Fachwerkgebäuden erfordert spezielle fachliche Kenntnisse“, erklärt Hofmann, die zugleich ankündigt, es werde im Rahmen des Projekts Workshops für Hauseigentümer, sogenannte Bauherrenseminare, zu einzelnen Themen geben. Unter anderem sei eine Zusammenarbeit mit der Energieagentur Göttingen geplant.

Von Nadine Eckermann

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