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Duderstadt „Familienzentrum mobil“ soll auf Dörfern rund um Duderstadt Familien und Kinder unterstützen
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„Familienzentrum mobil“ soll auf Dörfern rund um Duderstadt Familien und Kinder unterstützen

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17:00 17.09.2021
Freuen sich über das neue „Familienzentrum mobil“ (v.l.): Birgit Kepke-Hartwig, Kreisrat Marcel Riethig, Isabel Lubojanski, Konstantin Krolop und Ralf Regenhardt.
Freuen sich über das neue „Familienzentrum mobil“ (v.l.): Birgit Kepke-Hartwig, Kreisrat Marcel Riethig, Isabel Lubojanski, Konstantin Krolop und Ralf Regenhardt. Quelle: Johannes Broermann/Caritas
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Duderstadt

Kinder und Familien in den Dörfern rund um Duderstadt erhalten ein eigenes Familienzentrum. „Wir wollen gemeinsam mit Kindern, Familien und Engagierten aus Vereinen, Politik und Kirche Ideen entwickeln und mit dem Familienzentrum in die Dörfer kommen“, erklärte Isabel Lubojanski aus dem Familienzentrum Duderstadt, das um ein sogenanntes „Familienzentrum mobil“ ergänzt wurde. Gemeinsam mit Konstantin Krolop wird sie beide Familienzentren der Caritas Südniedersachsen betreuen. Krolop kam im Frühjahr über das Homeschooling-Projekt zum Team.

„Die Beteiligung vor Ort ist der richtige Weg und wird zu hoher Akzeptanz führen“, sagte Kreisrat Marcel Riethig (SPD) zum Start des neuen Familienzentrums. Für den Landkreis Göttingen sei das „Familienzentrum mobil“ ein „Novum mit Modellcharakter“. „Bei den Familienzentren ist der Landkreis Göttingen in Niedersachsen Vorreiter.“. In jeder der 18 Gemeinden sei mittlerweile ein Familienzentrum. Jetzt wollte das Team „noch stärker in die Fläche gehen“, so Riethig. Die „außerordentlich gute Zusammenarbeit“ mit der Caritas Südniedersachsen habe dazu geführt, sie auch mit einem mobilen Familienzentrum zu beauftragen.

Ziel: Nah bei den Familien sein

Für die erfolgreiche Arbeit eines Familienzentrums sei die Atmosphäre entscheidend. Die Caritas zeige ihr Können mit dem Familienzentrum im Inklusiven Campus Duderstadt und lebe „Willkommenskultur“ vor, betonte die Koordinatorin der Familienzentren im Landkreis Göttingen, Birgit Kepke-Hartwig. Gemeinsam mit Lubojanski hatte sie sich in den vergangenen Monaten über die Arbeit des mobilen Familienzentrums Kerbscher Berg in Dingelstädt informiert, um ähnliche Angebote auch im Landkreis Göttingen aufbauen zu können. „Unser Ziel ist es, nah bei den Familien zu sein, und ein offenes Ohr zu haben für die großen und kleinen Sorgen und Freuden im Familienalltag. Und dann natürlich auch da zu sein und zu unterstützen, wenn es mal schwierig ist, damit kleine Probleme gar nicht erst groß werden“, so Kepke-Hartwig.

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Eine „Wertschätzung für den ländlichen Raum“ nannte Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt das neue Familienzentrum. Ganz wichtig sei, dass „alle, auch generationsübergreifend, willkommen sind“. Das Team werde bedarfsorientiert schauen, wo Familien Unterstützung brauchen, so Regenhardt. Daraus ergäben sich bisher ungeahnte Chancen für die dörfliche Entwicklung. Eine Zusammenarbeit mit einem neu aufgelegten Dorf-FSJler-Projekt sei denkbar. Ob es das aber geben werde, hänge von den Kommunen ab. Im ersten Dorf-FSJ-Projekt hatten sich Freiwillige zwischen 2017 und 2020 in 16 Ortschaften aus Duderstadt und Gieboldehausen insbesondere um ältere Menschen gekümmert und beispielsweise Dorffrühstücke organisiert.

Kontakt zu Menschen in Dörfern gesucht

Krolop und Lubojanski kündigten an, zunächst bestehende und neue Kontakte zu Menschen in den Dörfern zu suchen. Denkbar sei auch, Kindern und Familien aus den Dörfern leichter die Teilnahme an Veranstaltungen im Familienzentrum im Inklusiven Campus zu ermöglichen. Es mangle manchmal nur an Mobilität.

„Wir müssen vor allem die Familien erreichen, die nicht so mobil sind, die beispielsweise nicht einfach von Gerblingerode, Fuhrbach nach Duderstadt kommen“, so Riethig. Der Kontakt müsse am Wohnort erfolgen. „Ich verspreche mir, dass wir gerade für diese Familien gute Angebote schaffen, um sie zu unterstützen und stark zu machen, so dass Kinder gut aufwachsen können“, erklärte der Kreisrat.

Von Lea Lang/r