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Duderstadt Felix Tasch stellt neues Buch vor
Die Region Duderstadt Felix Tasch stellt neues Buch vor
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08:00 19.12.2018
Titelbild auf dem Cover des Buches über katholische Wehrdienstverweigerer vom Eichsfeld. Quelle: R
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Knüllstedt

Tasch widmet sich den katholischen Wehrdienstverweigerern im thüringischen Eichsfeld und stellt die Frage: „Gemeinsames Friedenszeugnis oder einsame Gewissensentscheidung?“ In der DDR galt die Wehrpflicht für alle männlichen Bürger seit dem Mauerbau 1961. Dabei habe die Staatsführung den „Ehrendienst in der NVA“ als ein Bekenntnis zum Staat und zur Partei angesehen, erklärt Tasch. Ab 1964 konnten junge Männer jedoch aus Glaubens- und Gewissensgründen den Wehrdienst verweigern und stattdessen als Bausoldat dem Staat dienen. Ein goldfarbener Spaten auf den Schultern habe den Bausoldaten den Spitznamen „Spatis“ eingebracht. Die Wehrdienstverweigerer traten zwar in den Dienst der Nationalen Volksarmee (NVA), wurden allerdings nicht an der Waffe ausgebildet.

Frage nach Gewissensnöten

Tasch geht in seinem Werk den Fragen nach Gewissensnöten katholischer Wehrpflichtiger im Eichsfeld nach, untersucht die Hilfe der Kirche bei solchen Fragen und will damit einen Teil der Geschichte des Eichsfelds dokumentieren. „Es hilft, die historisch gewachsene Eigenart des Eichsfelds zu verstehen und auch die Haltung einer Weltkirche“, sagt der Autor über sein neues Buch. Dabei betrachtet er Einzelschicksale und würdigt diejenigen, „die Haltung bewiesen haben in einer Gewissensfrage, die sich nicht für so viele stellte“, so Tasch.

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Die gebundene Ausgabe ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

Von Claudia Nachtwey