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Duderstadt Frisch vom Baum in die Apfelpresse
Die Region Duderstadt Frisch vom Baum in die Apfelpresse
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19:58 04.10.2017
Quelle: Arne Bänsch
Duderstadt

Zunächst gingen die Teilnehmer auf die Streuobstwiesen der Heinz-Sielmann-Stiftung, wo viele der Äpfel bereits unter den Bäumen lagen. „Die haben wir alle aufgesammelt und in Schubkarren gepackt“, erzählten die beiden Schüler Max und Jannes aus Obernfeld, die von ihren Eltern Michaela Nolte und Joachim Mühe begleitet wurden. Das Fallobst sollte später in der Saftpresse zu Most verarbeitet werden. Die Äpfel an den Bäumen durften ebenfalls gepflückt und gleich aufgegessen werden. „Wir haben selbst Streuobstwiesen, aber eben nicht so viele Sorten wie hier auf Gut Herbigshagen“, sagte Nolte, der es wichtig ist, den Kindern einen Einblick in die Herkunft der Nahrungsmittel zu geben. Doch die hauseigenen Sorten seien in diesem Jahr durch den Frost im Frühjahr nicht so üppig zum Tragen gekommen, so Nolte. Bei den vielen Sorten auf Gut Herbigshagen könne viel mehr geerntet werden. Auch der sorgsame Umgang mit der Nahrung sei den Eltern wichtig, denn auf dem Gut habe das Obst Bio-Qualität.

„Wir haben rund 150 Obstsorten auf unseren Streuobstwiesen, darunter auch einige alte Sorten“, erklärte Beate Kücking, Dozentin bei der Heinz-Sielmann-Stiftung. „Im durchschnittlichen Supermarkt gibt es bestenfalls sechs Apfelsorten.“ Die alten Sorten seien besonders gut an ihre jeweilige Umgebung angepasst, und daher eben auch robuster gegen Umwelteinflüsse und Schädlinge. „Wir wollen den Kindern nicht nur eine Wertschätzung für das regionale Nahrungsangebot vermitteln, sondern sie sollen auch die geschmacklichen Unterschiede kennenlernen und erfahren, was man aus dem Obst machen kann“, sagte Kücking. Sie erklärte den jungen Teilnehmern in der Apfelwerkstatt, wie der Maischer funktioniert, in dem die zuvor zerschnittenen Äpfel kleingeschreddert wurden. „Wir brauchen die Äpfel nicht zu schälen und entkernen. Das geschredderte Obst kommt in einen grobmaschigen Sack in die Presse, der den Saft durchlässt, aber Kerne behält“, erklärte die Dozentin.

Zuvor mussten die Kinder allerdings ihre in mehreren Schubkarren herangebrachten Äpfel abwaschen. „Die Äpfel in der Schubkarre zu fahren, ist ziemlich schwierig, besonders, wenn es bergab geht“, hat Jakob festgestellt. Dafür sei das Einsammeln recht schnell gegangen, weil alle mitgeholfen haben: Kinder, Eltern und Großeltern. Nach dem Pressen durfte der frische Most gleich verkostet werden, was für die Kinder eine tolle Belohnung für ihre Arbeit war.

Als weiteres Angebot im Ferienprogramm steht am Donnerstag, 5. Oktober, die vogelkundliche Exkursion am Seeburger See an. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Parkplatz am Graf Isang. Der Rundgang führt durch Bereiche direkt am See, am Lutteranger und am Seeanger. Mit Fernglas und ornithologischer Geduld sollen viele Arten zu entdecken sein, kündigt das Team von der Heinz-Sielmann-Stiftung an.

In der Weidenwerkstatt am Freitag, 6. Oktober, schneiden die Teilnehmer gemeinsam Kopfweiden auf Gut Herbigshagen und gestalten anschließend aus den Weidenruten kleine Geflechte und saisonale Dekoration. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Hofbrunnen auf dem Gut.

Anmeldungen beim Heinz-Sielmann-Naturerlebniszentrum Gut Herbigshagen, Telefon 0 55 27 /  91 42 15 oder online bei seminare@sielmann-stiftung.de.

Von Claudia Nachtwey

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