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Duderstadt Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld: „Übungsfahrt ins Blaue“
Die Region Duderstadt Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld: „Übungsfahrt ins Blaue“
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00:17 26.09.2013
Rote Riege: 20 Teams aus den Reihen der Feuerwehren im Verbandsgebiet Duderstadt-Eichsfeld starten in Gieboldehausen zur Übungsfahrt ins Blaue. Quelle: Lüder
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Eichsfeld

Denn zwischen dem Feuerwehrgerätehaus in Gieboldehausen als Startpunkt und dem Ziel am Bürgerhaus in Werxhausen warteten auf die Teilnehmer unterschiedliche Aufgaben aus den Bereichen Feuerwehrtechnik und Geschick. Bei trockenem Herbstwetter meisterten alle Teams die Herausforderung mit Ortskenntnis und Erfahrung.

Während sich viele Eichsfelder noch einmal im Bett herumdrehen oder den ersten Kaffee des Tages genießen, herrscht reges Treiben vor dem Gerätehaus der Gieboldehauser Wehr. Hier nehmen die Teilnehmer ihre Aufgabenmappen in Empfang.

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„Die Fahrt soll die Kameradschaft fördern, und die Teilnehmer lernen die Region, in der sie einsatzbereit sind, noch besser kennen“, sagt Brandabschnittsleiter Ost, Heinrich Marx. „Außerdem üben sie den Umgang mit den Fahrzeugen und Gerätschaften“, ergänzt der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes.

Wie in einer Show von Stefan Raab

Als erstes starten Lukas Bode, Darleen Peal und Stefan Koch von der Rollshäuser Wehr. „Koordinaten weisen uns den Weg zum ersten Ziel“, sagt Peal nach einem Blick in die Aufgabenmappe. Konkret: Die Koordinaten werden mit Hilfe der im Fahrzeug mitgeführten Waldbrandkarten in die Fahrstrecke übertragen.

Einige Frühaufsteher stehen ebenfalls am Straßenrand und wundern sich über den Reigen der Tragkraftspritzenfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge, die sich im Fünf-Minuten-Takt auf den Weg machen. Erste Station ist das Feuerwehrgerätehaus in Rhumspringe.

Hier fühlen sich die Drei aus dem Hahleort wie in einer Show von Stefan Raab. Auf einem Spieltisch müssen sie kleine Holzscheiben so bewegen, dass sie in nummerierten Zielen landen. Danach geht es für das Rollshäuser Trio genau wie für alle anderen Teilnehmer sofort wieder ins Fahrzeug.

Von Station zu Station

Anhand einer schwarz gezeichneten Route, in der lediglich die Wörter Start und Ziel sowie Punkte als Begrenzung von Streckenabschnitten eingezeichnet sind, finden die Gruppen durch das Übertragen auf eine Folie und entsprechendes Drehen auf der Karte heraus, wie sie zur nächsten Station gelangen.

Entlang der Teilstrecken gilt es kleine Schilder mit Nummern zu erkennen, die notiert werden sollen und für das Gesamtergebnis wichtig sind. Entsprechende Ziffern entdecken die Übungsfahrer auch auf der Route von Rhumspringe nach Duderstadt.

Hier bauen die Teams feuerwehrtechnische Teile wie Standrohr, wasserführende Armaturen und Schläuche so zusammen, dass sie schließlich eine große Plastikflasche umspritzen können.

Christian Oppermann von der Duderstädter Feuerwehr hatte die Aufgaben gemeinsam mit Michael Böning zusammengestellt. „Das hat schon ein paar Tage gedauert“, erzählt Oppermann, der bereits häufiger mitgefahren ist: „Aber der Spaß steht im Vordergrund.“ Und das gilt auch für den weiteren Verlauf der Tour.

Genaues Hinschauen

Anhand von wenigen Buchstaben müssen die Teilnehmer die Orte entschlüsseln, die sie auf dem Weg zum nächsten Ziel nach Seulingen führen. Hier legen sie mit einem hydraulischen Rettungsgerät Tennisbälle von einem zum nächsten Kegel.

Als weitere Herausforderung haben Oppermann und Böning eine Aufgabe entwickelt, die genaues Hinschauen erfordert. Die Übungsfahrer sehen kleine, mit Pfeilen versehene Ausschnitte aus einer Landkarte. Hieraus ergibt sich die Reihenfolge, in der das vierte Ziel in Nesselröden erreicht wird.

Hier gilt es Feuerwehrgeräte zu ertasten. Nicht zuletzt beantworten die Gruppen auch einige Fragen aus den Bereichen Allgemeinbildung und Feuerwehrwesen. Sieger ist schließlich das Team der Werkfeuerwehr Ottobock vor den Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren Gieboldehausen, Seulingen, Bodensee und Mingerode.

Von Axel Artmann