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Duderstadt Fixpunkt auf dem Weg in ehemalige Ostzone
Die Region Duderstadt Fixpunkt auf dem Weg in ehemalige Ostzone
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19:28 19.11.2010
Station auf Grenzlandweg: Das ehemalige Buswartehäuschen am Grenzlandmuseum.
Station auf Grenzlandweg: Das ehemalige Buswartehäuschen am Grenzlandmuseum. Quelle: Blank
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Besonders häufig wurde die Station von Rentnern aus der DDR genutzt, die nach ihrem Besuch (und Einkauf) in Duderstadt zurück in die thüringische Heimat fuhren. Mit den Jahren verfiel das inzwischen zum Grenzlandmuseum gehörende Buswartehäuschen sichtlich, ebenso verblasste das einst von dem Duderstädter Malermeister Fritz Röling geschaffenen große Wandbild der Eichsfelder Grenzregion.

Eine Renovierung – über die lange diskutiert wurde – war unumgänglich. Ausgeführt wurde sie jetzt von Schülern der Klasse Bautechnik an den Berufsbildenden Schulen Duderstadt, der Maler Hans Roeßing frischte das Grenz-Bild seines ehemaligen Arbeitgebers und Lehrmeisters Röling auf, und Duderstadts Bauamtsleiter Manfred Bause entwarf das Gesamtkonzept für die nun beschlossene Renovierung.

Im Rahmen der Wiedereinweihung des nunmehr als Station 21 zum Grenzlandmuseum Eichsfeld gehörenden Buswartehäuschens erinnerte Bürgermeister Wolfgang Nolte an die Tage der Wende, als der Grenzübergang Duderstadt/Worbis die Reisenden kaum fasste. Das Gebäude sei ein Teil der authentischen Grenzanlagen, die es heute und in Zukunft jungen Menschen ermöglichten, sich ein Bild von der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu machen. Erschlossen werden die verschiedenen Stationen durch einen neuen Grenzlandweg, der sechs Kilometer lang ist und über 24 Gedenk-und Erinnerungsstationen verfügt.

Finanziert wurde die Renovierung des Buswartehäuschens unter anderem vom Land Niedersachsen, das 3000 Euro zur Verfügung stellte. Dafür hatte sich eine Gruppe von CDU-Landtagsabgeordneten eingesetzt, die mit ihrem Fraktionskollegen Lothar Koch das Grenzlandmuseum besichtigt hatten. Dabei betonte Koch, dass die Förderung des Grenzlandmuseums auch für Niedersachsen eine Aufgabe sein sollte, die auf Dauer angelegt sei.

Von Sebastian Rübbert