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Duderstadt Duderstadt hofft auf Zuschuss für Hallenbadneubau
Die Region Duderstadt Duderstadt hofft auf Zuschuss für Hallenbadneubau
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00:18 13.12.2017
Die Südseite des Freibades ist der bevorzugte Standort für das neue Duderstädter Hallenbad. Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

Es habe noch ein konkretisierendes Gespräch mit dem Forschungszentrum gegeben, das im Auftrag des Bundes die Projektanträge stellt, erzählt Nolte. Dabei sei unter anderem noch einmal die Frage gestellt worden, ob es möglich sei, nicht nur über eine Sanierung im Bestand nachzudenken – sondern auch über einen Ersatzneubau an anderer Stelle, um die Schwimmsportangebote in Duderstadt an einer Stelle zusammenzufassen. „Wir haben um Verständnis gebeten, dass wir zwei Anträge stellen“, sagt der Bürgermeister. Der erste Antrag sei für den Neubau in Verbindung mit dem Freibad auf den Weg gebracht worden. Dabei habe man sich bewusst für den Standort des Hallenbades auf der Südseite des Freibades entschieden, um Entwicklungs und Zuwege-Verfügbarkeiten für die Feuerwehr offen zu halten sowie Kinder- und Jugendtreff JuFi / Mehrgenerationenhaus und die Malteser nicht zu beeinträchtigen. Sollte diese Variante wider Erwarten aus dem Programm nicht möglich sein, habe die Stadt im zweiten Antrag um die Bereitstellung der Mittel von 3,3 Millionen Euro für die Sanierung im Bestand gebeten, was 90 Prozent des ursprünglichen Sanierungsplans entspreche.

Bescheid mit Auflagen

Die Chancen auf einen Bewilligungsbescheid noch in diesem Jahr oder aber zumindest eine Vorankündigung stünden gut, erklärte Nolte mit Verweis auf die Gespräche mit dem Forschungszentrum. „Der Bescheid wird aber eine ganze Reihe von Auflagen umfassen“, erzählt der Bürgermeister. „Jülich / Berlin / Bonn wird sicherlich fordern, bis zu einem bestimmten Datum mitzuteilen, wie wir die Investitionsfinanzierung sicherstellen.“ In der Vergangenheit seien bereits eine Reihe an Voranfragen gestellt worden. Die hätten aber zu Absagen geführt, weil es solche Fördermittel nicht gegeben habe. Im Antrag habe die Stadt „Eigenmittel / Landkreis / Land / Europa / Dritte“ aufgeführt. Das bedeute, dass Sondierungen nach weiteren Fördermitteln intensiviert und neu aufgenommen werden. So sei im neuen Koalitionsvertrag der niedersächsischen Landesregierung Mittel ausgewiesen für kommunale Infrastrukturmaßnahmen und Sportstätten. Allerdings gebe es nach so kurzer Zeit noch keine Umsetzung. „Wir wollen aber auch beim Südniedersachsenbüro neu anfragen“, so Nolte, „alles mit dem Ziel, zusätzlich zur Bundesförderung weitere Mittel zu bekommen.“

Folgekosten

„Nach Vorlage der Bundesbewilligung und der Antworten von den anderen Stellen können wir dann entscheiden, was wir machen wollen“, sagt Nolte. Vor allem müsse auch die Folgekostenfinanzierung sichergestellt sein. Bisher seien die Folgekosten bei der Eichsfelder Blockheizkraft- und Bädergesellschaft (EBB) angesiedelt gewesen. Doch nach der Bündelung am Freibad würden diese steigen. Deshalb sei die Frage zu klären, ob die EBB die erhöhten Kosten finanzieren könne oder wer dann dafür eintrete. „Da ist die Stadt dann in einer besonderen Verpflichtung, ohne einem Ergebnis vorgreifen zu wollen“, sagt Nolte.

Bündelung als Entwicklungssprung

Der Stadtrat habe die Anträge ebenso wie den Sondierungsauftrag einstimmig bestätigt, berichtet der Bürgermeister. Der Aufsichtsrat der EWB / EBB habe die neue Entwicklung zur Kenntnis genommen und für die Gesellschafterversammlung vorbereitet, welcher die Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen, der Gemeinde Katlenburg-Lindau, der Samtgemeinde Radolfshausen und der Stadt Duderstadt angehören. „Der abschließende Willensbildungsprozess muss noch geführt werden“, sagt Nolte, „aber erst, wenn die Fakten auf vorliegen.“ Er erklärt, dass der Erhalt des Schwimmsportangebotes von elementarer Bedeutung für Duderstadt und die Region sei und die Bündelung an der Talwiese einen Entwicklungssprung bedeuten würde. Doch dazu müsse die Finanzierung unbedingt gesichert sein. Sonst könne es doch nur die Sanierung im Bestand geben.

Von Rüdiger Franke

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