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Duderstadt Förderung für Grenzlandmuseum Eichsfeld verstetigen
Die Region Duderstadt Förderung für Grenzlandmuseum Eichsfeld verstetigen
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19:50 14.03.2019
Geschäftsführerin Mira Keune führt Jörg Hillmer (Mitte) und Thomas Ehbrecht durch das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Quelle: Foto: Franke
Teistungen

„Es ist für uns ein Grundanliegen, die Einrichtung auf stabile Beine zu stellen“, sagte Wolfgang Nolte, stellvertretender Vorsitzender des Traägervereins, „eingebunden in die Mahn- und Erinnerungsarbeit in Thüringen und Niedersachsen.“ Denn nur dann sei es möglich, gelegentlich auch Türen des Bundes aufzustoßen.

Perspektivische Erinnerungskultur

Hillmer erklärte, dass zumindest einmal eine Landesförderung für die Gedenkstätte etabliert worden sei. „Unser Ziel muss sein, dass für die kommenden Jahre zu verstetigen.“ Es gehe darum eine perspektivische Erinnerungskultur an der innerdeutschen Grenze zu etablieren, so der Sprecher des Wissenschaftsausschusses.

Geschäftsführerin Mira Keune führt die Wissenschaftsausschuss-Mitglieder Jörg Hillmer (Mitte) und Thomas Ehbrecht durch das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Quelle: Rüdiger Franke

Eigene Erfahrungen

Hillmer hatte auch ein Beispiel aus der eigenen Erfahrung in seinem Landkreis Uelzen parat. Als dort eine Erinnerungsstätte eröffnet wurde, habe er seine Kinder dabei gehabt. Die hätten ganz erstaunt gefragt, wo denn dort eine Grenze gewesen sei. „Wir als Erlebnisgeneration haben die Teilung ja mitgemacht“, sagte er. „Uns muss niemand erinnern.“ Aber für die nachfolgenden Generationen sei es nicht vorstellbar. Umso wichtiger sei, dass alle Schüler solche Einrichtungen besuchen könnten. Hillmer nahm dabei auch gleich den Schulträger in die Verpflichtung. Der könne zum Beispiel einen Festbetrag für eine Busfahrt finanzieren, damit solche Besuche am Ende nicht am fehlenden Geld der Eltern scheitern. Denn die Gedenkarbeit zur deutsch-deutschen Teilung sei zusätzlich zur KZ-Gedenkarbeit ebenfalls sehr wichtig. Ehbrecht sprach in dem Zusammenhang die Verzahnung mit den umliegenden Gedenkstätten in Friedland und Nordhausen an.

Zwei Seiten

„Wir sind eine niedersächsisch-thüringische Einrichtung“, betonte Geschäftsführerin Mira Keune. Denn an Grenzen gebe es zwei Seiten, auch wenn der Sitz sich nur auf einer befinde. „Wir brauchen die Länder und die Kommunen, denn als Verein können wir es allein nicht schaffen.“

Jörg Hillmer (l.) und Thomas Ehbrecht im Grenzlandmuseum Eichsfeld Quelle: Rüdiger Franke

Bildung als Impuls

„Wir haben gleichgerichtete Interessen“, betonte Hillmer. Das Eis, dass das Museum sich in einem anderen Bundesland befinde, sei mit der bewilligten Förderung von 50­ 000 Euro ja zumindest schon mal aus dem Weg geräumt. Es sei damit ein erster kleiner Schritt gemacht, aber noch nichts fertig. Jetzt müsse ein Titel im Haushalt etabliert werden, denn es sei auf jeden Fall eine staatliche Aufgabe. „Unser Impuls ist dabei nicht touristisch, sondern die Bildung“, erklärte Hillmer. „Das kann man nicht an der Tafel zeigen, sondern muss es erleben.“

Besuch in Göttingen

Am Nachmittag trafen sich die beiden Politiker mit Verwaltungsdirektorin Sandra Hinz und Intendant Erich Sidler im Deutschen Theater sowie mit dem HAWK-Präsidenten Marc Hudy.

Von Rüdiger Franke

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