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Duderstadt Forellen-Ernte in Wollershausen
Die Region Duderstadt Forellen-Ernte in Wollershausen
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17:28 13.10.2013
Mit Gummistiefel und Käscher auf der Jagd nach flinken Forellen: Axel Wilke (links) und Reimar Beinling fischen den Feuerlöschteich in Wollershausen ab. Quelle: Walliser
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Wollershausen

Nachdem im Mai 140 Forellen eingesetzt wurden, konnten die Mitglieder des Fischvereins nun das Ergebnis begutachten. In den Morgenstunden wurde bereits mit dem Abpumpen des rund 300 Kubikmeter großen Teiches begonnen.

Dafür wurde neben der Schmutzwasserpumpe der Feuerwehr auch die Jauchepumpe des Fischvereins angeworfen. Als der Wasserstand die richtige Höhe erreicht hatte, hieß es „an die Käscher“, und drei Mitglieder stiegen mit Gummistiefeln und Fanggeräten bewaffnet in den Teich.

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Schon nach wenigen Sekunden zappelten bereits die ersten Fische am Rand. Diese wurden dann von weiteren drei Mitgliedern ordnungsgemäß betäubt und zum Ausbluten in eine der dafür vorgesehen Wannen gelegt.

Heinz Ketzinger, von seinen Kollegen als „Fischmeister“ betitelt, beobachtete das Treiben, begutachtete nochmal die Fische, die er über das Jahr hinweg täglich gefüttert hatte. „Es sind ganz schöne Klopper dabei“, sagte der 68-Jährige erfreut. „Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein“.

Mit Gummistiefel und Käscher auf der Jagd nach flinken Forellen: Fotos von der Forellen-Ernte in Wollershausen. ©Walliser

Zweimal im Jahr wird der Löschteich von Mitgliedern des Fischvereins, einem Unterverein der Feuerwehr, abgepumpt, abgefischt und anschließend gereinigt. Danach wird Quellwasser eingelassen und 140 neue Forellen im Mini-Format werden eingesetzt. „Wir hatten hier auch schon 500 Forellen drin“, berichtet Mario Kreter, Vorsitzender des Feuerwehrvereins.

Vor Jahren hatten sich die Mitglieder über die Nutzung  des Teiches Gedanken gemacht. „Es gab viele Fischesser hier im Ort“, weiß Kreter, „und so kam die Idee mit den Forellen auf“. Da sich die Zahl der Fischesser und auch die der Mitglieder im Fischverein aber stark dezimiert hat, sind es nur noch 140 Forellen, die unter den 16 Mitgliedern aufgeteilt werden.

Gemeinsam werden diese dann verzehrt oder – je nach Bedarf – mit nach Hause genommen. „Wer gern Forelle isst und Interesse hat, ist bei uns willkommen“, wirbt Kreter für den Fischverein.

Von Helena Gries