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Duderstadt Forschergeist bei Grundschülern geweckt
Die Region Duderstadt Forschergeist bei Grundschülern geweckt
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18:40 19.03.2012
Spielt zur Eröffnung: die Trommel-Arbeitsgemeinschaft des Schüler-Clubs.
Spielt zur Eröffnung: die Trommel-Arbeitsgemeinschaft des Schüler-Clubs. Quelle: Walliser
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Nesselröden

Initiiert durch die Nordmetall-Stiftung, entwickelt durch die Universität Flensburg und gefördert durch die Stiftung Niedersachsenmetall können Grundschulen die Miniphänomenta für je zwei Wochen leihen. Sie besteht aus 52 Experimentier-Stationen, von denen  die St.-Georg-Schule 30 geliehen hat. Sie geben den Schülern Gelegenheit, naturwissenschaftliche Phänomene selbständig zu hinterfragen und unter die Lupe zu nehmen. Beim Familientag hatten die Schüler Gelegenheit, auch Freunden und Verwandten die Stationen zu zeigen und sie mit ihrer Neugier anzustecken.

Gegenstände

An einer Station konnte zum Beispiel mit Schwerkraft und Wasser experimentiert werden. Dazu wird in einem Becken Wasser in ein Regenrohr umgefüllt. Je nachdem, ob die seitlichen Löcher zugehalten werden, gleicht sich der Wasserstand zwischen Becken und dem Rohrstück darin aus. An einer benachbarten Station befanden sich in einem Wasserbecken verschiedene Gegenstände wie zwei Holzstücke, ein Stein, eine Blechdose und ein Tischtennisball. „Gestern ging das eine Stück Holz noch unter“ stellte Erstklässlerin Fenja fest. Einige Meter weiter zeigte der sechsjährige Simon mit einem Einmachglas, dass eine Kerzenflamme Luft braucht.

Aus einem anderen Becken mussten mit leeren Plastikflaschen Tischtennisbälle angesaugt werden. Derweil tummelten sich auch in der Schule Kinder und Erwachsene. Dort konnte man zum Beispiel eine an einer Schnur baumelnde Kugel nach oben ziehen, wodurch sie schneller pendelt, was die Frage aufwirft, warum das so ist. Farbige Folien, die voreinander geschoben werden können, färbten Licht in verschiedenen Mischungen. Auf zwei Stangen, deren Abstand manuell veränderbar ist, rollte eine Kugel je nach Stangenabstand schneller oder langsamer. In drehbaren, durchsichtigen Röhren fielen Gegenstande verschieden schnell durch Wasser, Luft und Öl.

Schuleigene Experimentier-Stationen

Das Konzept der Miniphänomenta geht auf. Die Kinder geben den durch die Experimente geweckten Forschergeist und ihre Neugier an ihre Besucher weiter. Die Grundschüler in Nesselröden lernen Dinge, die in der digitalen Welt oft zu kurz kommen. Begeistert ist auch Schulleiterin Ursula Glaese-Nörthemann. Nach Vorbild und Konstruktionsplänen der Ausstellung sollen schuleigene Experimentier-Stationen entstehen. Dafür sucht die Schule händeringend Sponsoren, für die die Stationen auch Werbeträger werden sollen.

Interessierte erreichen die Schule unter Telefon 05527-2509 (am besten wochentags zwischen 7.45 und 8.15 sowie ab 13 Uhr) und via E-Mail gsnesselroedensl@web.de. Spenden nimmt der Förderverein an.

Von Matthias Monecke