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Duderstadt Erster Schritt: Fortbestand bis 2018
Die Region Duderstadt Erster Schritt: Fortbestand bis 2018
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23:06 26.01.2017
Von Rüdiger Franke
Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses hoffen, dass auch nach Juni 2017 Babys im Duderstädter St. Martini zur Welt kommen.fotos: Thiele / Archiv Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Einigkeit herrschte bei den Ausschussmitgliedern, dass alles versucht werden müsse, die Geburtshilfe zu retten, aber dabei nicht den Fortbestand des Gesamthauses zu gefährden. St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde, der ärztliche Direktor Dr. Udo Iseke und Florian Grewe, Leiter der Unternehmenskommunikation im Vinzenz-Verbund Hildesheim, stellten den Ausschussmitgliedern die aktuelle Situation des Krankenhauses dar. „Es war ein intensiver Austausch zu den Zahlen“, berichtete der Ausschussvorsitzende, Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). St. Martini habe sich dabei weit geöffnet. Insgesamt gelte es, die mehr als 450 Arbeitsplätze zu erhalten, so Nolte. Dabei handele es sich um eine Lohnsumme von mehr als 15 Millionen Euro.

Während der Sitzung beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig eine Stellungnahme der Stadt. Darin wird zunächst die sehr positive Entwicklung der Angebote und Dienste im Gesundheitswesen in Duderstadt und der Region in den vergangenen Jahren hervorgehoben. Im zunehmend dichter gewordenen Netz an Fachärzten, wohnortnahen Apotheken sowie vielfältigen weiteren Dienstleistungen nehme St. Martini eine herausragende Stellung ein. Und für die Zukunft würden die Entscheidungen der Vinzentinerinnen und des Vinzenz-Verbundes sowie des Landes Niedersachsen den Standort stärken.

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Allerdings sei das positive Zukunftsbild überschattet und getrübt von der drohenden Schließung der Geburtshilfe, heißt es in der Stellungnahme. Es bleibe die dringende Bitte, diese Entscheidung zeitnah zu überdenken und möglichst zu korrigieren. Ergänzt wurde die Stellungnahme um zwei Punkte. Neben der Bitte zur Aufrechterhaltung des Angebotes bis Ende 2018 geht zudem eine Anregung an die Bürger, sich aktiv an der Spendenaktion zu beteiligen, um mit der Unterstützung einen symbolischen und kraftvollen Beitrag für den Erhalt der Geburtsstation zu leisten.