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Duderstadt Freibäder steuern auf neuen Negativrekord zu
Die Region Duderstadt Freibäder steuern auf neuen Negativrekord zu
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17:51 20.07.2012
Von Kuno Mahnkopf
Bewölkter Himmel, verwaiste Becken: Wie leergefegt wirkt das Duderstädter Freibad im Sommer, der bislang keiner ist.
Bewölkter Himmel, verwaiste Becken: Wie leergefegt wirkt das Duderstädter Freibad im Sommer, der bislang keiner ist. Quelle: Thiele
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Duderstadt/Seeburg

Mit schallendem Gelächter beantwortet Günter Leineweber am Telefon die Frage nach dem Saisonverlauf in diesem Jahr. Kein Wunder. Angesichts des Wetterverlaufs bleibt dem Duderstädter Bäder-Chef nur noch Galgenhumor. „Es ist noch schlimmer als im vergangenen Sommer – und der war schon katastrophal“, sagt Leineweber. Bis dato wurden in Duderstadt weniger als 20 000 Badegäste verzeichnet. So wenige waren es noch nie, seit die Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bädergesellschaft (EBB) als Tochter der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe 1986 die Regie über das Freibad in der August-Werner-Allee übernommen hat.

Freibadfest abgesagt

Das an diesem Wochenende geplante Freibadfest wurde abgeblasen. Hoffnung, dass ein sonniger Spätsommer die trübe Bilanz noch ein wenig  aufhellen könnte, hat Leineweber kaum noch – zumal jetzt die Ferien- und Reisezeit die Situation verschärft. Er befürchtet, dass auch das für nächste Woche prognostizierte schöne Wetter nicht lange anhalten wird. Und bevor die Badegäste reagierten, bedürfe es schon drei Tage stabiler Wetterlage mit Sonne und ohne Wind.

„Wir können nur hoffen, dass es wieder einmal einen Sommer gibt, der diesen Namen auch verdient“, seufzt Leineweber, während ihm Rudi Carrell („Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer?“) durch den Kopf spukt. Eine mit erheblichen Kosten und Aufwand verbundene Öffnung des  Hallenbades sei keine Alternative, da es zurzeit saniert werde. Wie üblich wird das Hallenbad voraussichtlich im September eröffnet, im nahtlosen Übergang zum Saisonende im Freibad.

Regenwolken

Auch dem seit Wochen von Regenwolken überschatteten Naturschwimmbad im Seeburger See sind die Gäste davongeschwommen. „In diesem Jahr ist es ganz schlimm“, sagt Bürgermeister Harald Finke (CDU): „Bei den Tageskarten hat es einen drastischen Einbruch gegeben.“ Und die Besitzer von Familien- und Dauerkarten, von denen in Seeburg  zum Saisonbeginn stets viele verkauft werden, schauen dumm aus der Wäsche.