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Duderstadt Frieden, Freiheit und eine Währung
Die Region Duderstadt Frieden, Freiheit und eine Währung
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21:20 26.03.2017
Von Rüdiger Franke
Rund 50 Bürger haben sich am Sonntag vor dem Duderstädter Rathaus zu Europa bekannt.
Rund 50 Bürger haben sich am Sonntag vor dem Duderstädter Rathaus zu Europa bekannt. Quelle: Franke
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Duderstadt

Schwedhelm berichtete zum Auftakt von der Veranstaltung in Göttingen am vorangegangenen Wochenende, wo ein 15-Jähriger von den 400 Teilnehmern mit viel Beifall bedacht wurde, als er am Mikrofon erklärte, dass er sein Taschengeld immer in Euro erhalten habe und er es auch weiterhin in dieser Form erhalten wolle.

Mehr als 70 Jahre Frieden und Freiheit seien der wichtigste Grund, für ein gemeinschaftliches Europa einzutreten, erklärte beispielsweise der Gieboldehäuser Reiner Deeg, der als Erster die Möglichkeit nutzte, sich am Mikrofon zu äußern. Eine solch lange Friedensphase habe es in der Geschichte von Europa vorher nicht gegeben.

Guntram Czauderna begrüßte die Anwesenden im Hause Europa und griff ebenfalls das Thema Frieden auf. Er bezog sich auf die innere Architektur des Hauses und nannte sechs Elemente, die dazu beitrügen, dass die Chance auf einen dauerhaften Frieden sehr groß sei.

400 Teilnehmer in Göttingen

Göttingen. Rund 400 Bürger haben nach Angaben der Polizei am Sonntag an der vierten Kundgebung des Bündnisses „Pulse of Europe“ in Göttingen teilgenommen. Unter den Rednern war auch der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne). Die Kundgebung vor dem Alten Rathaus verlief nach Angaben der Polizei friedlich und ohne Zwischenfälle. afu

Aus der Sicht eines Gewerkschaftssekretärs äußerte Schwedhelm, dass die Europäische Union (EU) zahlreiche positive Veränderungen für die Arbeitswelt bewirkt habe. „23 Länder hatten bereits den Mindestlohn, ehe Deutschland ihn bekam“, so Schwedhelm. In Deutschland sei immer über Tarifverträge geredet worden, doch mittlerweile erhielten mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer gar keine Verträge mehr nach Tarif. Auch habe die EU Richtlinien zur Arbeitszeit vorgegeben, und mittlerweile verfalle auch kein Urlaubsanspruch mehr wegen Krankheit.

Als Privatperson begrüßte Jochen Mitschke, der in Italien seinen Skiurlaub verbracht hatte, dass es keine Grenzen mehr gebe und in einer einheitlichen Währung bezahlt werden könne. Und Erzieherin Jenny Ahlbrecht erklärte, dass viele Jugendliche Europa als ihr Zuhause betrachteten.

Für Unmut bei den Veranstaltern sorgte der Umstand, dass Mitglieder des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ während der Veranstaltung im Außenbereich des benachbarten Eiscafés saßen und zuschauten. Im Anschluss an die „Pulse of Europe“-Kundgebung meldete der „Freundeskreis“ spontan eine eigene kurze Kundgebung an.