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Duderstadt Fünf biblische Szenen
Die Region Duderstadt Fünf biblische Szenen
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18:05 18.01.2017
Von Claudia Nachtwey
Eine Führung zur Krippe und Kirchengeschichte in St. Nikolaus haben die Plattdütschen Frünne in Tiftlingerode erlebt. Quelle: Mischke
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Tiftlingerode

Werner Grobecker, Präsident der Plattdütschen Frünne, begrüßte, selbstverständlich „op platt“, die Teilnehmer der Krippenführung. Nach ein paar plattdütschen Liedern, begleitet von Waltraud Gottschlich an der Zither, gab Hans-Ludwig Dornieden vom Kirchenvorstand Einblicke in die Historie der Tiftlingeröder Kirche St. Nikolaus, die 1980 eingeweiht wurde, weil die alte Kirche im Dorfkern zu klein geworden war. Ein paar kritische Töne waren auch zu hören, gerade in Bezug auf ehrenamtliche Arbeit in der Kirche.

„Uns fehlen die jungen Leute, die heute alle erst durch ganztägige Schule, dann durch Ausbildung und Beruf eingespannt sind“, sagte Dornieden. Auch die Krippenlandschaft sei nach der Wende durch Ehrenamtliche entstanden, erzählte Gehrt. Initiatoren waren Adolf und Margret Diederich, Bernd und Ingrid Stollberg, Godehard und Irene Windolph sowie Karl-Heinz und Kunigunde Steinberger. „Aufgrund des fortschreitenden Alters schieden einige Personen aus, neue kamen hinzu“, sagte Gehrt, aber die Krippenlandschaft könne nur durch das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten erhalten bleiben, knüpfte sie an Dorniedens Vortrag an.

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Einen besonderen Stellenwert in Tiftlingerode haben die Krippenfiguren, erklärte Gehrt, denn diese seien noch von Kaplan Joseph Müller zu Beginn der 1920-er Jahre angeschafft worden. Müller wurde aufgrund seiner geäußerten Sorge um die Jugend und wegen eines Witzes über die Gestapo 1944 verhaftet und zum Tode verurteilt.

Nach der Führung stellten die Gäste Fragen, unter anderem zum Aufbau der Krippe. Den schaffe man an nur einem Tag, erklärte Dornieden stolz.