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Duderstadt Hobbygärtner können Anregungen sammeln
Die Region Duderstadt Hobbygärtner können Anregungen sammeln
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00:21 01.05.2018
Beim Gartenmarkt gibt es in der Duderstädter Fußgängerzone viele Anregungen für Hobbygärtner.
Beim Gartenmarkt gibt es in der Duderstädter Fußgängerzone viele Anregungen für Hobbygärtner. Quelle: Heller
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Duderstadt

„Der Markt bietet alles, was das Herz des Hobbygärtners begehrt“, kündigt Anka-Maria Walther vom ausrichtenden Verein Treffpunkt Stadtmarketing Duderstadt an. Sie verspricht einen bewährten Mix, der durch einige neue Angebote ergänzt werde.

Die Auswahl zwischen Ober- und Unterkirche reiche von blühenden Pflanzen, Grün- und Balkonpflanzen bis zu Stauden, Büschen und Küchen-Kräutern, erläutert die Vorstandsassistentin des Vereins. Den Besuchern werde Gartentechnik vorgestellt, mit der Arbeiten leichter von der Hand gehen sollen. Darüber hinaus gehörten dekorative Anregungen zum Programm der Händler, das auch Sitzmöbel und Dekoratives aus Holz und anderen Materialien sowie Produkte für die Pflege und Verschönerung von Steinen und Insektenschutz umfasse. Walther nennt Garagentore, Haustüren und Fenster als weitere Angebote.

Vieles, aber nicht alles drehe sich um den Garten, verdeutlicht die Treffpunkt-Mitarbeiterin. Ein Seiler wolle mit seiner Reeperbahn dieses Handwerk an beiden Tagen vorstellen, ein Drechsler komme mit einer Drehbank. Auch das Thema Mobilität spiegele sich im Programm wider. Zwei Autohäuser kämen mit neuen Modellen und der ADAC sei ebenfalls vor Ort. Zu den örtlichen Institutionen, die auf der Marktstraße vertreten seien, zähle der Tierschutzverein Duderstadt.

Arbeiterwohlfahrt eröffnet zweiten Standort in Duderstadt

Die Arbeiterwohlfahrt, die in der Innenstadt mit der Trialog-Tagesstätte Duderstadt vertreten ist, will den Gartenmarkt nutzen, um in der Marktstraße 85 öffentlichkeitswirksam einen zweiten Standort zu eröffnen. Dort seien unter anderem die Büros der ambulanten Hilfen angesiedelt, außerdem gebe es Räume, die als Treffpunkt dienen und für Projekte genutzt werden sollen, berichtet Sozialpädagogin Petra Gande.

Für Mädchen und Jungen sind in der Fußgängerzone außer Kinderkarussell, Bungee-Jumping, Pfeilewerfen und Kinderschminken auch eine kleine Bastelstraße mit einer Farbzauberbox angekündigt. Familie Redemann von der Thüringer Kutschenromantik biete am Sonntag ab 12 Uhr Fahrten mit einer historischen Postkutsche an, sagt Walther. Ergänzt werde das Programm durch Verpflegungsangebote.

Gestützt auf Erfahrungen aus vergangenen Jahren rechnen die Veranstalter mit rund 15 000 Besuchern aus einem Umfeld von Nordhessen bis zum Harz. „Es kommen auch Ehepaare und Familien, die mehrere hundert Kilometer Anreise in Kauf nehmen, um die Märkte zu besuchen“, berichtet Walther und nennt Gäste aus dem Ruhrgebiet als Beispiel.

Nachhaltige Effekte für Duderstadt erhofft

Die Organisatoren erhoffen sich vom zweiten Themenmarkt der Saison nachhaltig positive Effekte für Duderstadt. „Die Stadt wird auch über die Märkte identifiziert, die zu ihrem Bekanntheitsgrad beitragen“, betont Walther. Für die örtlichen Händler sei der Gartenmarkt, der zur Belebung der Stadt beitrage, ein „ganz wichtiger Umsatzfaktor“. Viele Gäste kämen in den Wochen nach den Großereignissen wieder, um die Geschäfte zu besuchen. Auch bei den Marktbeschickern genössen die Märkte einen guten Ruf. Und das auch über die Landesgrenzen hinaus. So wolle ein Händler aus den Niederlanden mit Blumenzwiebeln nach Duderstadt kommen. Geöffnet ist der Markt am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr, die Geschäfte sind auch am Sonntag von 13 bis 18 Uhr verkaufsoffen.

Der Gartenmarkt ist seit dem Jahr 1993 eine Institution in Duderstadt. Während der Anfangsjahre war er mit einem Fußgängerzonenfest verknüpft. „Es gab eine Bühne, auf der Modenschauen gezeigt wurden und Musiker aufgetreten sind“, sagt Walther. Kostengründe und die gestiegenen Erwartungen an die technischen Rahmenbedingungen für Konzerte hätten dazu geführt, dass aus dem Open Air-Ereignis in der Fußgängerzone ein reiner Gartenmarkt geworden sei. In den Anfangsjahren hätten auch Direktvermarkter den Markt genutzt, um ihre Waren anzubieten, außerdem habe es besonders im Bühnenbereich noch mehr Getränkestände gegeben. Walther: „Die Gastronomen, die bei den ersten Markt vertreten waren, haben sich zurückgezogen.“

Einen Bericht vom vergangenen Gartenmarkt lesen Sie:

http://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Duderstadt/Gartenmarkt-2017-in-Duderstadt-Hochbetrieb-auf-der-Marktstrasse

Von Axel Artmann