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Duderstadt Info für Hausbesitzer in Duderstadt
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06:00 07.05.2019
Viele der Fachwerkhäuser in der Duderstädter Altstadt sind denkmalgeschützt. Wenn saniert oder modernisiert werden soll, gibt das Denkmalverzeichnis Auskunft, was bei der Planung von Bauvorhaben beachtet werden muss. Quelle: Jakob Reischl
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Duderstadt

Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden in der Duderstädter Altstadt erhalten in den nächsten Tagen Post vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Damit wird über die Einstufung und Bewertung der Objekte informiert. Denn nicht alle Gebäudeeigentümer haben im vergangenen Jahr die Informationsveranstaltung besucht, bei der über die zuvor durchgeführte Inventarisierung des Denkmalbestandes berichtet wurde. Außerdem habe es zwischenzeitlich auch Eigentümerwechsel gegeben, so die Stadtverwaltung.

3000 Gebäude überprüft und bewertet

Auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Duderstadt wurde vom Landesamt für Denkmalpflege in den Jahren 2013 bis 2016 eine sogenannte Nachqualifizierung des Baudenkmalbestandes in der historischen Altstadt durchgeführt. Dafür wurden fast 3000 Gebäude überprüft, bewertet und beschrieben. Einige Objekte wurden dabei neu als Baudenkmal eingestuft, andere verloren ihren ursprünglichen Schutzstatus, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Unabhängig davon seien alle denkmalgeschützten und auch nicht denkmalgeschützten Gebäude innerhalb der Wallanlage Bestandteil des Stadtdenkmals „Altstadt Duderstadt“.

Für Gebäudeeigentümer bedeutet das, dass Instandsetzungen und Veränderungen an Baudenkmalen und in deren Umgebung einer denkmalrechtlichen Genehmigung bedürfen. Diese könne gebührenfrei bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Duderstadt beantragt werden. Dort werde auch schon im Vorfeld beraten, welche Maßnahmen möglich sind.

Steuervergünstigung und Förderung möglich

Für genehmigte Vorhaben, die das Denkmal erhalten, könnten laut Mitteilung der Stadtverwaltung Steuervergünstigugnen gewährt werden. Außerdem könnten in Einzelfällen Maßnahmen durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege oder die Stadt Duderstadt im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert werden.

Viele der Fachwerkhäuser in der Duderstädter Altstadt sind als Denkmal eingestuft. Foto: Reischl Quelle: Jakob Reischl

Gerade vor dem Hintergrund der Aufnahme des Stadtdenkmals in das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mache sich die differenzierte Neubewertung der größtenteils aus Fachwerkgebäuden bestehenden Bausubstanz bezahlt, so Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Die bei der Nachqualifizierung erstellten Informationen, die jetzt erneut von der Denkmalbehörde an die Eigentümer versandt werden, erhalten eine Kurzbeschreibung des Objektes und benennen den Schutzumfang. Das wiederum helfe bereits bei der Planung von Restaurierungs- und Sanierungsvorhaben und gebe Eigentümern, Architekten und Behörden von Anfang an größere Planungs- und Rechtssicherheit. Vorteil: Randbedingungen für die Planung bei Bauvorhaben könnten konkreter benannt und auch die Bearbeitungsfristen spürbar verkürzt werden.

Veränderungen durch Neubewertung

Durch die Inventarisierung des Denkmalbestandes ergebe sich eine „bessere Bewertungsgrundlage“, so hatte im Mai vergangenen Jahres Eckart Rüsch vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege aus Anlass der Informationsveranstaltung im Rathaus erklärt. Bisher habe es einen „Pauschaldenkmalschutz“ für die Innenstadt gegeben. Haben bisher ganze Liegenschaften unter Denkmalschutz gestanden, so sei „bei den meisten Gebäuden das Innere nicht mehr denkmalwert“.

Die Neubewertung sei, so zitierte das Tageblatt im vergangenen Jahr Hubertus Werner, Vorstandsvorsitzender von Treffpunkt Stadtmarketing und selbst Hauseigentümer, „von Beginn an für besonders wichtig“. Man könne nicht alles in einer Innenstadt denkmalgerecht zurechtmachen. Heute gebe es andere Ansprüche an das Wohnen. Und, so Werner weiter: „Man muss manches vielleicht auch abreißen dürfen.“.

Weitere Informationen:

Informationen zum Umgang mit Baudenkmalen und Genehmigungen gibt es bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Duderstadt, Telefon 05527/841-0. Bei Fragen zur Ausweisung als Baudenkmal hilft das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, Telefon 0511/925-50 weiter.

Von Britta Eichner-Ramm

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