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Duderstadt Kostendeckung für Friedhöfe und Märkte gefordert
Die Region Duderstadt Kostendeckung für Friedhöfe und Märkte gefordert
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15:31 19.12.2017
Martinimarkt in der Marktstraße. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Die Duderstädter müssen ab 1. Januar 2018 für die Beseitigung von Schmutzwasser 2,69 Euro pro Kubikmeter bezahlen. Als Berechnungsgrundlage gilt das jeweils verbrauchte Frischwasser. Für die Gebühren zur Niederschlagswasserbeseitigung werden die versiegelten Flächen zugrunde gelegt. Hier soll ab 2018 eine Gebühr von 0,18 Euro pro Quadratmeter auf privaten und gewerblichen Grundstücken gelten. Für öffentliche Straßen, Wege und Flächen sollen 0,42 Euro pro Quadratmeter berechnet werden.

Städtischen Friedhöfe dramatisch teurer als die kirchlichen

Mit Blick auf die Friedhofsgebühren kritisierte Thomas Gerlach (Hilkerode / WDB), dass es in den vergangenen beiden Jahren eine Unterdeckung gegeben habe. Bürger in Orten mit kirchlichen Friedhöfen müssten eine Gebührendeckung von 100 Prozent tragen. Frank Germeshausen (CDU) sagte, dass die städtischen Friedhöfe dramatisch teurer als die kirchlichen seien. Es gebe aber auch deutliche Unterschiede bei den Friedhöfen der Kirchengemeinden, erwiderte der Ratsvorsitzende Bernward Vollmer (CDU). Der Vergleich sei gar nicht das Thema, erklärte Gerlach, er fordere nur die vollständige Kostendeckung.

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Die Stadt Duderstadt hat in neun Ortsteilen Friedhöfe: Breitenberg, Brochthausen, Desingerode, Duderstadt, Esplingerode, Fuhrbach, Gerblingerode, Langenhagen und Werxhausen. Die Nutzung klassischer Grabflächen wie Einzel- oder Doppelgräber nimmt ab. Im Gegensatz dazu steigt die Nachfrage nach flächenreduzierten und pflegearmen Bestattungsformen wie Urnengräbern sowie anonymen und halbanonymen Grabstätten mit Gemeinschaftsanlagen. Dadurch sinken die Gebühreneinnahmen durch Friedhöfe, während die Stadt die größeren öffentlichen Freiflächen auf eigene Kosten pflegen muss. Aus rein kostenrechnerischer Sicht dürften Gebührenanpassungen in den kommenden Jahren nicht zu vermeiden sein, teilte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in der Begründung mit.

Märkte: Kostendeckung lediglich 60 bis 80 Prozent

Bei den Märkten betrage die Kostendeckung lediglich 60 bis 80 Prozent, nannte Gerlach diesen Punkt „katastrophal“. Das sei zwar eine Art Wirtschaftsförderung, ein Ausgleich sollte aber angestrebt werden. Die Kalkulation für die Märkte sei bereits im vergangenen Jahr diskutiert worden, erinnerte die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Glahn. „Wir wollen die Märkte fördern“, sagte sie. Es wäre aber schöner, diese würden zu 100 Prozent kalkuliert und dafür Wirtschaftsförderung an anderer Stelle eingesetzt. Kämmerer Hans-Joachim Straub erwiderte, dass der Wochenmarkt und auch der Jahrmarkt weitestgehend kostendeckend seien. Die Unterdeckung sei eine Bezuschussung für Drittanbieter. Auch der Weg über die Wirtschaftsförderung bliebe ein Zuschussbetrieb, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Diederich. „Aber wir wollen die Märkte, denn sie sind ein Zuschauermagnet.“

Von Rüdiger Franke

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