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Duderstadt Gemeinde prüft Kosten für Krippenplätze
Die Region Duderstadt Gemeinde prüft Kosten für Krippenplätze
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21:02 16.03.2012
Von Kuno Mahnkopf
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Rhumspringe

Dabei stellt sich vor allem in kleineren Gemeinden die Frage, ob – wie vielerorts schon geschehen – separate Krippengruppen eingerichtet werden sollen oder die Schaffung einzelner Krippenplätze in altersübergreifenden Gruppen ausreicht. So auch in Rhumspringe. Dort hat sich jetzt der Kulturausschuss mit einer von der Gemeinde initiierten Elternbefragung befasst. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. Zuvor soll die Verwaltung die Bau- und Einrichtungskosten sowie die jährlichen Mehrkosten sowohl für eine separate Krippengruppe als auch für Krippenplätze in einer bestehenden Kindergartengruppe ermitteln.

Von 30 befragten Eltern, die 2010 und 2011 Kinder bekommen haben, haben 17 die Planung von Krippenplätzen begrüßt, sieben würden ihr Kind dafür anmelden, nur ein Erziehungsberechtigter hält Krippenplätze für nicht erforderlich. Gewünscht wurden auch längere und an die Berufstätigkeit von Eltern angepasste Öffnungszeiten. Zu diesem Thema läuft derzeit eine weitere Umfrage, die der Kindergarten gestartet hat.

Zurzeit besuchen 50 Kinder in zwei Gruppen die Tagesstätte in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde, darunter vier Kinder unter drei Jahren. Kindergartenleiterin Kerstin Maring hält die Einrichtung einer separaten Krippengruppe mit maximal 15 Kindern schon aus Kostengründen für nicht notwendig. Bei nur sieben Kindern sei die Unterhaltung zu teuer, die Unterbringung in bestehenden Gruppen vorzuziehen. Bei der Elternumfrage wurde auch angemerkt, dass ein Elternbeitrag von monatlich rund 195 Euro für einen Platz in einer reinen Krippengruppe zu teuer sei. Be altersübergreifenden Gruppen sind die Gebühren geringer.

Im Fachausschuss wurde das Thema kontrovers diskutiert. Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) sieht ein entscheidendes Problem darin, über Interessenbekundungen hinaus die tatsächliche Nutzung von Krippenplätzen zu ermitteln.