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Duderstadt Gemeinden klagen über marode Landesstraßen
Die Region Duderstadt Gemeinden klagen über marode Landesstraßen
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19:08 24.07.2009
Seit Jahren ganz oben auf der Forderungsliste: Die Landesstraße von Landolfshausen nach Seulingen soll nun saniert werden.
Seit Jahren ganz oben auf der Forderungsliste: Die Landesstraße von Landolfshausen nach Seulingen soll nun saniert werden. Quelle: Blank
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Mindestens jeweils ein Sorgenkind haben die Eichsfelder Bauämter in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen beim Thema Landesstraßen zu beklagen. Erwin Große vom Bauamt der Samtgemeinde Radolfshausen sieht allerdings optimistisch in die Zukunft. Von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei inzwischen die schriftliche Absichtserklärung eingetroffen, die L574 zwischen Seulingen und Landolfshausen zu sanieren. „Seit vielen Jahren versuchen wir, dieses Projekt durchzuziehen. Jetzt sind wir endlich auf der Zielgeraden“, beschreibt Große die Entwicklung.

Die L574 sei in einem äußerst schlechten Zustand, so dass einige Autofahrer diese Strecke nach Möglichkeit vermeiden würden, so der Bauamtsleiter. Er begrüße die Initiative des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mit der Hoffnung, dass damit auch der Lückenschluss im Radwegenetz vorangetrieben werde.

Klaus-Dieter Grobecker (CDU) vom Bauamt der Samtgemeinde Gieboldehausen nennt die Sanierung der L523, die von Wulften durch das Samtgemeindegebiet nach Krebeck führt, als oberste Priorität im Straßenbau. „Dabei wäre es auch wünschenswert, die Kreuzung am Strohkrug mit ihren viel zu kleinen Einmündungsbereichen zu erneuern, aber das ist noch eine Frage der Zuständigkeit“, fügt er hinzu. Auf jeden Fall sei die Aktion des NSGB sinnvoll. Denn: „Je länger man wartet, desto teurer wird die Unterhaltung der Landesstraßen.“

Welle, die immer größer wird

Das bestätigt auch Johannes Böning von der Duderstädter Bauverwaltung. „Das ist wie eine Welle, die immer größer wird“, vergleicht er. „Da die Mittel für den Landesstraßenbau so knapp bemessen sind, wird seit Jahren nur das gemacht, was am dringendsten ist.“ Dabei könnten langfristig viele Gelder eingespart werden, wenn ein höherer Ansatz für den Straßenbau es ermögliche, frühzeitig Ausbesserungsarbeiten auszuführen, so Böning. „Wenn man das zu lange aufschiebt, lohnt sich eine Oberflächensanierung nicht mehr und man muss die ganze Straße aufreißen,“ zeigt seine Erfahrung.

Für den Bereich Duderstadt sei man froh, dass endlich die notwendigen Maßnahmen auf dem Stadtring durchgeführt würden. Allerdings wisse man auch, dass einige Ortsdurchfahrten Mängel aufweisen würden, wie zum Beispiel in Fuhrbach.

Von Claudia Nachtwey