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Duderstadt Umbau zum Gemeindezentrum schreitet voran
Die Region Duderstadt Umbau zum Gemeindezentrum schreitet voran
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00:22 26.04.2019
Die Arbeiten haben vor einem Monat begonnen. Quelle: garben
Tiftlingerode

 

Das Ursprungsgebäude stammt aus den 80er-Jahren. Quelle: garben

„Die Bauarbeiten gehen zügig voran“, berichtet Goebel. Vor einem Monat war der Spatenstich erfolgt, nun sei bereits der Kellerbereich fertiggestellt. Voraussichtlich am Freitag wird die 3,5 Meter hohe Stützwand geliefert – eine Sonderanfertigung – die kommende Woche verbaut werden soll. Der Durchbruch zum bestehenden Gebäude soll in den nächsten Tagen erfolgen. Jeden Donnerstag gibt es eine Baubesprechung, um etwaige Probleme zu klären und den weiteren Verlauf zu planen. „Wir sind guter Dinge, dass wir am 14. Juni Richtfest feiern können“, so Goebel. Den „allerspätesten Fertigstellungstermin“ gibt er mit Januar 2020 an. Dann müsse alles abgeschlossen sein, da es bereits zahlreiche Buchungen für Familienfeiern gebe. Zudem wollen der Gesangsverein, der dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, und der Sportverein, dessen 100-jähriges Jubiläum ansteht, ihre Feste dort ausrichten.

55 Quadratmeter überdachte Terrasse

Eine Besonderheit des neuen Anbaus sei die „Riesenterrasse“. 55 der 100 Quadratmeter würden überdacht. So könne der Bereich als Außenbühne für kulturelle Veranstaltungen wie Rockkonzerte genutzt werden – „aber so, dass die Anlieger nicht belästigt werden“, betont Goebel. Musik solle es deshalb nur bis 22 Uhr Musik geben. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss werden so gestaltet, dass durch Falttüren ein großer Raum erzeugt werden kann. Insgesamt biete das Zentrum künftig Platz für etwa 100 Personen.

Neben dem Anbau sieht das Projekt auch eine Sanierung des bestehenden Pfarrheims vor. Denn das Anfang der 80er-Jahre errichtete Gebäude habe feuchte Wände, die Toiletten müssten überholt werden und es fehle ein Jugendraum, hatte Goebel im Vorfeld berichtet. Dieser sei mit 35 Quadratmetern ebenso eingeplant wie ein neuer Gruppenraum. Zudem wird das Foyer umgestaltet, ein Schank- und Küchenraum eingerichtet und die Sanitäranlagen werden saniert.

Pilotprojekt auch interessant für andere Gemeinden

Da es sich um ein Pilotprojekt im Rahmen der Dorferneuerung handelt, das bisher einmalig in Niedersachsen sei, seien bereits andere Gemeinden auf die die Verantwortlichen zugekommen, um sich über das Gemeinschaftsvorhaben von Kommune und katholischer Kirchengemeinde zu informieren, berichtet Goebel. Das neue Gemeindezentrum will er als Begegnungs- und Kulturzentrum verstanden wissen. Vereine und örtliche Gruppen beispielsweise sollen das Zentrum kostenfrei nutzen dürfen, sofern sie sich an den Heiz- und Betriebskosten beteiligen. Auch Propst Bernd Galluschke hebt den Kooperationsgedanken hervor. So engagiere sich nicht jeder für sich, sondern alle gemeinsam, um etwas Gutes für den Ort zu schaffen.

Richtfest soll im Juli gefeiert werden. Quelle: Garben

Etwa 650.000 Euro kostet der Umbau des Pfarrheims zu einem Gemeindezentrum. 60 Prozent der Investitionskosten werden aus dem Förderprogramm der Dorfentwicklung des Landes Niedersachsen finanziert. Das Bistum Hildesheim übernimmt 105.000 Euro und die Stadt Duderstadt trägt 60.000 Euro. Zudem finanziert der Ortsrat aus Erlösen von verschiedenen Aktionen etwa 36.000 Euro (laut Goebel sind es bereits 23.000 Euro) und die Kirchengemeinde St. Cyriakus stellt 50.000 Euro bereit. Mit weiteren Aktionen soll die noch fehlende Summe für die Inneneinrichtung – Möbel, Geschirr, aber auch eine moderne Kommunikationstechnik, Beamer und Mikrofonanlage – aufgebracht werden. Goebel ist zuversichtlich, dass auch das restliche Geld zusammenkommt: „Die Spendenbereitschaft der Tiftlingeröder steigt täglich.“

Von Nora Garben

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