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Duderstadt Gerblingerodes Bürgermeister Thriene sauer über Vorstoß zur B 247
Die Region Duderstadt Gerblingerodes Bürgermeister Thriene sauer über Vorstoß zur B 247
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10:32 14.08.2013
Von Ulrich Lottmann
Dieter Thriene (CDU). Quelle: EF
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Duderstadt

Goebel hatte sich in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dafür eingesetzt, beim Bau der Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode auf den geplanten Tunnelbau zu verzichten. Stattdessen solle die B 247 auf die alte Bahntrasse – und somit durch Gerblingerode – verlegt werden.

Thriene: 20 Jahre Planung würden über den Haufen geworfen

Damit würden 20 Jahre Planung über den Haufen geworfen, verweist Thriene auf die in 1994 nach langer, kontroverser Diskussion gefundene Streckenführung für die B-247-Verlegung. Goebels Vorstoß sei unverantwortlich, „weil Herr Goebel genau weiß: Eine andere Trassenführung bedeutet, dass wir wieder bei Null beginnen müssen“. Sie sei undemokratisch, weil der Ortsrat Tiftlingerode vor wenigen Monaten der Tunnellösung zugestimmt habe und sich Goebel nun darüber hinwegsetze, so Thriene.

"Unverschämt"

Wie groß der Ärger in Gerblingerode über Tiftlingerodes Ortsbürgermeister ist, wird auch aus Äußerungen des Vorsitzenden des städtischen Stadtentwicklungsausschusses, Hermann Hesse (CDU), deutlich: „Ich finde es fast unverschämt, wenn sich ein Nichtfachmann hinstellt und sagt – alles was die in Bonn und Berlin bislang beschlossen haben, ist Blödsinn.“ Der Gerblingeröder verweist auf den sogenannten Gesehenvermerk, mit dem das Bundesverkehrsministerium die bisherige Umgehungsplanung absegnete.

„Wir in der Region brauchen die Ortsumgehungen“, sagt Hesse mit Blick auf die Anbindung Duderstadts an die A 38. Die sei für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt unabdingbar. Gleichzeitig belastete der zunehmende Lkw-Verkehr die Menschen in den Ortsdurchfahrten, beruft sich Hesse auf einen Anstieg der Fahrzeugzahlen in den vergangenen Jahren.

Thriene: "das Schlimmste, was uns passieren kann"

Werde die Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode nicht verwirklicht, sei dies „das Schlimmste, was uns passieren kann“, bringt es Thriene auf den Punkt. Daraus speist sich sein Zorn auf Goebel und seinen Vorstoß auf Verzicht des Pferdebergtunnels. „Das ist für mich unbegreiflich. Das kann man nur vorschlagen, wenn man keine Umgehungsstraße will – und den Verdacht habe ich langsam“, sagt Thriene in Richtung Goebel.

Mehr zum Thema

Der Bau der Ortsumgehungen im Bereich Duderstadt beschäftigt weiter Politiker auf Stadt-, Landes- und Bundesebene. Die Verlegung der B 247 war Thema eines Gesprächs von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Landtagsabgeordnetem Lothar Koch (CDU) mit dem Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU).

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