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Duderstadt Geschichte und Geschichten
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20:32 18.02.2016
Von Claudia Nachtwey
Um armenische Kultur, Tradition und Volksmärchen ging es beim Integrationsprojekt im Jugendfreizeitheim.
Um armenische Kultur, Tradition und Volksmärchen ging es beim Integrationsprojekt im Jugendfreizeitheim. Quelle: Oliver Thiele
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Duderstadt

Die Armenierin Iveta Goldmann lebt seit mehr als 20 Jahren in Deutschland. Die Liebe hatte sie einst ins Eichsfeld gebracht. Ihre Tochter Elisabeth ist im Eichsfeld aufgewachsen, kennt aber auch die Heimat ihrer Mutter und ihrer Tante Burastan Anesjan, welche ebenfalls seit 18 Jahren in Deutschland lebt. Mit Dias und kurzen Filmsequenzen stellte Elisabeth Goldmann die Besonderheiten Armeniens vor: Etwa drei Millionen Einwohner leben heute noch in dem kleinen Land, etwa neun Millionen Armenier sind jedoch über die ganze Welt zerstreut. „Der Granatapfel ist unser Symbol. So wie die kleinen Beeren alle zu einer Frucht gehören, so fühlen sich alle Armenier in einem Volk vereint“, erklärte Iveta Goldmann.

Das Land besticht mit einer atemberaubenden Natur und mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus den Zeiten der frühen orthodoxen Christen. Die Schwestern Burastan und Iveta präsentierten den Gästen Kostproben einer reichhaltigen und schmackhaften Landesküche. „Gutes Essen gehört ebenso zu unserer Kultur wie unsere Geschichte, unsere Religion und unser Humor“, erklärten die Schwestern. Der Volks-Humor fand sich auch in den Märchen wieder, den die Projekt-Mitglieder Renate Schopferer, Anja Schopferer und Ulla Benseler gemeinsam vortrugen. Einen der traurigsten Aspekte in der Geschichte Armeniens brachte Hansi Sondermann mit der Buchvorstellung „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel zur Sprache: den Genozid an den Armeniern durch die Türken zur Zeit des Ersten Weltkriegs.