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Duderstadt Geschichten aus Namibia
Die Region Duderstadt Geschichten aus Namibia
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11:00 20.02.2017
Von Axel Artmann
Britta Engelhardt besucht eine Schule für Kinder mit besonderen Lernbedürfnissen in Namibia. Quelle: R
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Bilshausen

Namibia war kein Neuland für die gebürtige Bilshäuserin. Bei drei Urlaubsreisen habe sie es aus einem touristischen Blickwinkel kennengelernt, sagte die 41-Jährige, die in Nörten-Hardenberg lebt, dort ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde ist und als selbstständige Supervisorin arbeitet. Da sie viel inklusiv mit Erwachsenen gearbeitet habe und mittlerweile auch Mitarbeiter von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung berate, habe sie sich informieren wollen, wie in anderen Ländern mit dem Thema Inklusion umgegangen werde, berichtete Engelhardt rund 60 Zuhörern.

Nach Recherche im Internet sei sie auf die Train Occassion Primary School in Otjiwarongo gestoßen, etwa 180 Kilometer südlich des Etosha-Nationalparks und 250 Kilometer von der namibischen Hauptstadt Windhoek entfernt.
25 Schüler habe die je zur Hälfte durch Spenden und durch staatliche Mittel finanzierte Grundschule gehabt, etwa zehn hätten aufgrund von körperlichen, geistigen oder auch seelischen Beeinträchtigungen Hilfebedarf gehabt, erläuterte Engelhardt. Nicht mehr als sechs Kinder seien es pro Klasse an der Schule in der Stadt Otjiwarongo, „aber es gibt nur drei Festangestellte“. Unterstützung käme von Ehrenamtlichen, wie Praktikanten aus Deutschland und der Schweiz, sogenannten Volunteers, berichtete Engelhardt, die bei einer wohlhabenden Herero-Familie wohnte. Unterstützt von Fotos und Videos vermittelte der Gast viele Eindrücke vom Alltag an dieser Schule, an der Musik eine wichtige Rolle spiele. „Gebt diesen Kindern eine Bongo in die Hand und sie spielen, die haben alle Rhythmus im Blut“, so die Eichsfelderin.

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Aufenthalt erweitert

Der Aufenthalt habe ihren Horizont auch in Bezug auf den Umgang mit behinderten Menschen verändert. Der größte Unterschied zu Ihrem Heimatland sei, dass in Namibia viel individueller auf die Kinder eingegangen werde. Auch habe ihr die Reise deutlich gemacht, dass Menschen in Deutschland, die sich gerne „im Nörgeln verlieren“ würden, auf einem hohen Niveau unzufrieden seien. „Wir sollten in Deutschland mehr machen als meckern“, so der Gast, der bei einer wohlhabenden Herero-Familie wohnte und im zweiten Teil von seinem Besuch im Etosha-Nationalpark und anderen Ausflugszielen wie Swakopmund erzählte.