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Duderstadt Gieboldehausen: Bürgermeister relativiert Kritik an „vergiftetem Klima“
Die Region Duderstadt Gieboldehausen: Bürgermeister relativiert Kritik an „vergiftetem Klima“
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18:54 20.09.2013
Von Kuno Mahnkopf
Gieboldehausens Bürgermeister Otmar Pfeifenbring (SPD) Quelle: Thiele
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Gieboldehausen

Es führe zu Missverständnissen, wenn diese allgemeine Klage der Gruppe SPD/Freie Wähler/Grüne angelastet werde, sagt Pfeifenbring: „Auch wenn Lentes dies ausdrücklich nicht beabsichtigt und keinen Block, keine Partei oder Person hervorheben will, muss ich seit der letzten Ratssitzung zur Kenntnis nehmen, dass es Versuche gibt, genau diesen Eindruck zu suggerieren.“

Tatsächlich habe „das politische Erdbeben 2011 und das Zusammengehen von SPD, FW und Grünen nach 60 Jahren einer Einparteienherrschaft nicht gerade zu einer harmonischen Zusammenarbeit zwischen den Blöcken geführt“. In der Mehrheitsgruppe habe es aber immer eine „offene und konstruktive Zusammenarbeit in einer angenehmen, von gegenseitiger Akzeptanz getragenen Atmosphäre“ gegeben.

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„Ohne Fraktionszwang wurden Entscheidungen immer einvernehmlich getroffen“, betont der Bürgermeister. Ein vergiftetes Klima herrsche offensichtlich in manchen Zirkeln im Ort, meint Pfeifenbring unter Verweis auf den Drohbrief zu Schützenplatz und Niedersachsenhof.

Zudem beklagt er eine enorme Belastung der Ratsarbeit mangels funktionierender Verwaltung im Flecken: „Seit einem Jahr gibt es komplette und sporadische Ausfälle durch Krankheiten, so dass die Kapazität und Kompetenz der ehrenamtlichen Ratsarbeit deutliche Grenzen fand.“

Den Rücktritt von Lentes als erfahrenem und kompetentem Mitglied des Fleckenrates bedauert Pfeifenbring. Dass für Lentes „die Gesamtsituation unterträglich ist“, sei uneingeschränkt zu akzeptieren und sehr ernst zu nehmen, meint Pfeifenbring und schließt sich seinem Appell an den Rat an: „Rauft euch zusammen!“.

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