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Duderstadt Gläubige treffen sich zur Plattdütschen Kerken bei Wollbrandshausen
Die Region Duderstadt Gläubige treffen sich zur Plattdütschen Kerken bei Wollbrandshausen
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20:11 19.09.2013
Wallfahrtsort Höherberg: An der Kapelle finden auch Gottesdienste in plattdeutscher Sprache statt. Quelle: Walter
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Höherberg

Mit diesen Worten hat Werner Grobecker, Präsident der Plattdütschen Frünne, rund 350 Christen beider Konfessionen aus dem Ober- und Untereichsfeld und dem nahe gelegenen Harz auf dem Höherberg begrüßt. Zur Plattdütschen Kerken trafen sich die Gläubigen an der Wallfahrtsstätte bei Wollbrandshausen.

Den Gottesdienst in der Kapelle eröffnete Dechant Franz Kurth aus Northeim, der selbst Eichsfelder ist und aus Seulingen stammt. „Christus, der gute Hirte“, lautete das Motto und war auch Thema der Predigt, die der Dechant in Eichsfelder Platt hielt. So erklang immer wieder die Bitte „Chauer Hirt, we raupet tau dek“.

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Dechant Kurth sagte: „Wei hütijen Luje daut össek schwoar met son Bild von Hirt un dän Schopen.“ Denn wer wolle schon gern ein Schaf sein? Dann vertiefte er seine Gedanken mit den Worten, der Hirte sorge sich um die Schafe und passe auf, dass sie sich nicht verlaufen oder sonst zu Schaden kämen.

Diese Situation sei auch auf das Verhältnis zwischen Christus und den Menschen zu übertragen. Das höre sich dann so an, dass Christen alle selbst „gute Hirten“ für die Mitmenschen sein sollten. Christus selbst sei hierin Vorbild gewesen. Seine Botschaft sei eine frohe, die nicht, wie viele meinen, mit Ge- und Verboten gespickt sei.

Sämtliche Gebete, die Lesungen und Lieder, jeweils in Plattdeutsch umgeschrieben, wurden in der Muttersprache gesungen und gesprochen. Der Posaunenchor Lerbach gestaltete den Gottesdienst ebenso   mit wie Messdiener aus Nesselröden und Gerblingerode.

Von Gerhard Germeshausen