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Duderstadt „Glücksbringer“ wachen im Winter auf
Die Region Duderstadt „Glücksbringer“ wachen im Winter auf
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18:35 19.01.2011
Von Heinz Hobrecht
Blinder Passagier: Siebenpunkt-Käfer auf einer Tanne.
Blinder Passagier: Siebenpunkt-Käfer auf einer Tanne. Quelle: Blank
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Was hat es auf sich mit den Marienkäfern, sind sie echt? Mit dieser Frage und mehreren Aufnahmen der Fotografin hat sich das Tageblatt an die Heinz-Sielmann-Stiftung gewandt. Und Mitarbeiter Ulrich Simmat konnte das Rätsel lösen. „Es handelt sich tatsächlich um den Siebenpunkt-Marienkäfer“, erläuterte Simmat. Auch diese Art überwintere als Käfer und nicht als Ei, Larve oder Puppe. „Der Marienkäfer sucht dazu im Herbst geschützte Stellen hinter Rinde, unter Steinen, unter Moos oder ähnlichen Stellen auf und verträgt so auch tiefste Temperaturen“, weiß der Sielmann-Mitarbeiter. In Häusern werde er allerdings deutlich weniger auffällig als sein „Kollege“, der Asiatische Marienkäfer, der vor einigen Jahren aus Pflanzenschutzgründen nach Holland eingeführt worden sei und sich seitdem extrem verbreitet habe. „Ich vermute, dass Ihre Kollegin die Käfer als blinde Passagiere mit dem Weihnachtsbaum oder mit Moos in die Wohnung gebracht hat“, hat Experte Simmat eine mögliche Erklärung. Die Wärme habe die Tiere aufgeweckt, so dass sie angefangen hätten, herumzukrabbeln.
Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist 2006 zum „Insekt des Jahres“ gewählt worden. Die Zahl Sieben, in diesem Fall die Anzahl schwarzer Punkte auf den roten Flügeldecken des Käfers, gilt seit jeher als Glückszahl.