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Duderstadt Für krebskranke Kinder: „Glückstour“ der Schornsteinfeger macht Halt in Duderstadt
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00:23 26.06.2019
Die Radfahrer der Glückstour der Schornsteinfeger werden in ihrem Etappenziel in Duderstadt empfangen. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Uns von der Glückstour ist es ein Anliegen, zu helfen“, sagte Ralf Heibrok, Vorsitzender des Vereins und Initiator der Tour. Vor 14 Jahren startete er erstmals mit Schornsteinfegern, um Spenden für krebskranke Kinder zu sammeln. Die Idee ist, das gesammelte Geld in den Etappenorten ihrer sportlichen Tour an Institutionen in und im Umkreis der Etappenorte zu überreichen. „Wir können in diesem Jahr an insgesamt 73 Institutionen jeweils 3000 Euro übergeben“, sagte Heibrok nach der Ankunft vor dem Duderstädter Rathaus.

Die Radfahrer der Glückstour der Schornsteinfeger werden in ihrem Etappenziel in Duderstadt empfangen. Quelle: Rüdiger Franke

Zwei Gieboldehäuser am Start

Von der ersten Tour an dabei war der Gieboldehäuser Manfred Klingebiel. Der heute 74-Jährige hat keine Rundfahrt ausgelassen. Schon ein Jahr später ließ sich der drei Jahre ältere Lothar Klein begeistern. Auch er kommt aus Gieboldehausen. „Die beiden setzen sich mit Herzblut für unsere Glückstour ein“, erklärte Heibrok, warum in diesem Jahr die Wahl auf einen Etappenort im Eichsfeld gefallen sei.

Bilder vom Empfang in Duderstadt

Die Radfahrer der Glückstour der Schornsteinfeger erreichen ihr Etappenziel in Duderstadt.

140 Kilometer

Gestartet waren die 35 Radler mit ihren Begleitfahrzeugen am Sonnabend in Bad Driburg. Es wurden anstrengende 140 Kilometer bei bis zu 35 Grad im Schatten und zum Teil heftigem Gegenwind, wie Heibrok erzählte. Auf dem Weg nach Duderstadt machten sie mittags in Einbeck Station, wo sie fünfmal 3000 Euro überreichten. Auf dem Weg zum Etappenziel in Duderstadt legten sie eine kurze Stippvisite beim langjährigen Sponsor Edeka Jaksch in Gieboldehausen ein. Vor dem Duderstädter Rathaus verteilten sie weitere sechs Schecks an Vereine und Verbände.

Einfahrt der Glücksfahrer:

Stolze Summe

Die erste Spende von 3000 Euro nahm Martin Vollmer, Vorsitzender der Lebenshilfe Eichsfeld, aus den Händen des Glückstour-Geschäftsführer Olaf Meiners entgegen. Die weiteren Empfänger waren aus der näheren und weiteren Umgebung angereist. „Wir ziehen immer einen Radius von rund 100 Kilometern um den Etappenort und schreiben verschiedene Institutionen an“, erklärte Heibrock. Auch die Elternhilfe für das krebskranke Kind wurde von den Schornsteinfegern bedacht. „Wow. 3000 Euro sind eine stolze Summe“, bedankte sich Vorstandsmitglied Susanne Schulze-Konopka.

Die Radfahrer der Glückstour der Schornsteinfeger werden in ihrem Etappenziel in Duderstadt empfangen. Quelle: Rüdiger Franke

Weitere Spenden überreichte Meiners an den Verein für krebskranke Kinder Harz mit Sitz in Wernigerode und die Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder in Erfurt. „Wir unterstützen auf dieser tour insgesamt 14 Stationen der Initiative Fruchtalarm“, erklärte Meiners. In Duderstadt hatte er Spenden für die Stationen in Göttingen und Erfurt dabei.

Spendefreudig

Aber die Schornsteinfeger konnten in Duderstadt auch Geld sammeln. Der Veloclub Eichfeld überreichte 400 Euro, das Unternehmen AX Lightness 500 Euro sowie die Sparkasse Duderstadt und die HarzEnergie jeweils 250 Euro. Dazu ging Lothar Klein mit einem Zylinder durch die Reihen. „Die Duderstädter wie auch die Einbecker heute mittag waren sehr spendefreudig“, erklärte er. Außerdem wurde vor dem Duderstädter Rathaus Kaffee und Kuchen zugunsten der Aktion verkauft.

Die Radfahrer der Glückstour der Schornsteinfeger werden in ihrem Etappenziel in Duderstadt empfangen. Quelle: Rüdiger Franke

Auf Tour mit einem Weltmeister

„Heute steht die Glückstour im Mittelpunkt“, begrüßte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte die Radfahrer. „Großartig, was über die verteilt.Jahre passiert ist und was ihr seit 2006 zusammengestrampelt habt.“ Insgesamt haben die Schornsteinfeger bereits mehr als zwei Millionen Euro verteilt. „Die Glückstour sind aber nicht nur wir Radler“, sagte Manfred Klingebiel. „Die Glückstour sind wir alle.“ Und so bekommen die Schornsteinfeger auch immer mal Unterstützung von prominenten Mitfahrer. „Am Freitag ist Skisprung-Weltmeister Stefan Leyhe eine Halbetappe mitgefahren“, zeigt er auf das Autogramm auf seinem Trikot.

Von Rüdiger Franke

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