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Duderstadt Grüne Jugend: Kundgebung wird „Nazi-Magnet“
Die Region Duderstadt Grüne Jugend: Kundgebung wird „Nazi-Magnet“
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13:18 30.12.2015
Der „Freundeskreis“ hat den Versammlungsort vom Obertor an den Westerturm verlagert.
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Duderstadt

 Am jüngsten „Freiheitlichen Bürgertreff“ des „Freundeskreises“ hätten bereits „bekannte Neonazis und NPD-Kader“ teilgenommen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Grüne Jugend benennt darin NPD-Mitglieder unter anderem aus Heiligenstadt und „weitere Neonazis aus dem Umfeld der Kameradschaft Northeim“ als Teilnehmer der Kundgebung. „Eine Etablierung des rechten Treffens würde eine Stärkung der regionalen Neonazi-Szene bedeuten“, äußert die Nachwuchsorganisation von Bündnis 90/Die Grünen. „Von Anfang an haben Neonazis an der Kundgebung teilgenommen und an ihrer Organisation mitgewirkt“, behaupten die Göttinger. „Die massive Beteiligung von NPD-Funktionären und Führungskadern der Kameradschaft Northeim war jetzt der Offenbarungseid“.

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Ein Sprecher des „Freundeskreises“, der seit Oktober „Freiheitliche Bürgertreffs“ in Duderstadt abhält, hatte während einer der Kundgebungen betont, der „Freundeskreis“ sei weder rechts noch links. In der Selbstbeschreibung der Gruppe auf Facebook heißt es: „Wir sind eine unkommerzielle, parteiungebundene, politisch unkorrekte Gemeinschaft aller Altersgruppen.“

Die Grüne Jugend sieht darin einen „bürgerlichen Deckmantel“, hinter dem sich rechtes Gedankengut verberge. Daher ruft die Grünen-Organisation dazu auf, den „antifaschistischen Protest gegen die extrem rechten Treffen“ auszuweiten: „Es ist notwendig, dass dieser Protest stärkere Unterstützung erfährt, sowohl von offizieller Seite der Stadt Duderstadt und des Landkreises, als auch von Seiten der Göttinger Zivilgesellschaft.“

Den Vorwurf des Hausfriedensbruchs wegen einer Schlauchboot-Aktion am vergangenen Sonntag bezeichnen die Verfasser als „lächerlich“ und als Versuch der Kriminalisierung von friedlichem Protest.

Kundgebungen  in der Innenstadt

Der „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ hält seine Mahnwache am Sonntag, 3. Januar, am Westerturm ab. Eine Gegendemonstration ist bereits angemeldet und soll vor dem Rathaus stattfinden. Dort sollen von 16.30 Uhr an Reden gehalten und Musik gemacht werden.