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Duderstadt Grüne weisen auf Problemstellen hin
Die Region Duderstadt Grüne weisen auf Problemstellen hin
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19:49 16.09.2019
Ende im Gelände: Der Radweg von Duderstadt in Richtung Breitenberg endet an der Abzweigung der Kreisstraße 111 von der Landesstraße 530. Die Grünen weisen auf den Gefahrenpunkt hin. Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

Immer wieder haben die Grünen in der Vergangenheit auf Probleme rund ums Thema Radverkehr hingewiesen. 2012 stellten die Grünen im Stadtrat den Antrag, die Fahrradsicherheit in Duderstadt effektiv zu erhöhen, erinnert Jochen Mitschke, Fraktionsvorsitzender im Rat. „Seit dem ist zu wenig passiert. Es gibt Radwege in der Stadt, die urplötzlich enden und auf viel befahrende Straßen leiten“, nennt er ein Beispiel.

An einer dieser Gefahrenstellen könnte sich möglicherweise bald etwas tun. Wer mit dem Rad von Duderstadt auf dem Radweg Richtung Breitenberg fährt, muss an der Abzweigung der Kreisstraße 111 von der Landesstraße 530 auf die Kreisstraße wechseln, denn der kombinierte Rad- und Fußweg endet hier. Nicht nur, dass Radler in Richtung Breitenberg die Kreisstraße überqueren müssen, sie müssen diese auch befahren. Dass das nicht ungefährlich ist, wissen nicht nur die Kommunalpolitiker. Die Problematik ist an der Kreisstraße 111 ist bekannt, sagt auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). „Dort muss etwas passieren.“

Variantenplanung ist fertig

Inzwischen habe das Ingenieurbüro eine Planung für zwei mögliche Trassenvarianten für den Lückenschluss beim Radweg von Duderstadt über Breitenberg nach Hilkerode vorgelegt, berichtet Nolte. Die Unterlagen sollen dieser Tage den Gremien einschließlich der Ortsräte zur Beratung und zur Abstimmung an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Goslar sowie den Landkreis Göttingen vorgelegt werden. Die Duderstädter Bauverwaltung hat für das Projekt die Federführung bei Bauleitung und –überwachung, obgleich der Radweg entlang der L 530 in die Zuständigkeit der Landesbehörde fällt.

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile soll eine Entscheidung für eine der beiden Varianten gefällt werden. Eine Variante sieht vor, den Radweg von Duderstadt kommend durch die Ortschaft Breitenberg zu führen. Im weiteren Verlauf stieße diese Variante dann im Bereich Am Tiefen Tal in Hilkerode wieder auf die L 530, wo Radfahrer etwa in Höhe der Bushaltestelle die Straße überqueren müssten. Eine zweite mögliche Variante, die ebenfalls vom Planungsbüro untersucht wurde, könnte von Breitenberg aus rechts der L 530 durch das Rahmkebachtal führen. Auch hier wäre eine Überquerung der Landesstraße erforderlich.

Resolution enthält das Thema Radverkehr

Radverkehr als Teil der Ratsresolution

Das Thema Radverkehr ist ein Teil einer Resolution des Rates der Stadt Duderstadt vom März 2019 zum Thema Verkehrsanbindung der Stadt und der Region Duderstadt gewesen. Diese widmete sich dem Thema Ortsumgehungen, aber auch ÖPNV und der Wunsch nach einem Bahnanschluss. Beim Punkt Radverkehr heißt es unter anderem dass die Realisierung des Radwegs entlang der L 530 auf der Strecke DuderstadtBreitenberg – HIlkerode dabei „höchste Priorität“ genieße und „dringend erforderlich“ sei. Aus dem niedersächsischen Verkehrsministerium erhielt die Stadt dazu im Juli die Aussage: „Eine erste Skizze zeigt, dass neben einer südlichen Führung parallel zur Landesstraße 530 auch eine Lösung entlang der Kreisstraße 111 durch Breitenberg Vorteile bietet.“

Die Variante durch die Ortschaft Breitenberg könnte auch das Problem an der Kreisstraße 111 lösen. Doch welche Variante es am Ende wird, werden die Gremien zu entscheiden haben.

Markierungen fehlen

Nach Auffassung der Grünen im Stadtrat und im Ortsrat gibt es aber weitere Problembereiche, die endlich angegangen werden müssten, so die Fraktionsvorsitzenden von Stadtrat und Ortsrat, Jochen Mitschke und Heinrich Schilling. So waren zum Beispiel nach einer Verkehrsschau 2018 in der Kernstadt verschiedene Maßnahmen abgestimmt worden. Dazu zählen zum Beispiel einige Markierungsarbeiten an unfallträchtigen Stellen.

Bis jetzt sei aber kaum etwas davon umgesetzt, wie eine aktuelle Überprüfung Mitschkes ergab. Daher hat er die Verwaltung aufgefordert, in der Sitzung des Fachausschusses am Mittwoch, 18. September, „zu berichten, was außer den sichtbaren Maßnahmen schon in der Planung und/oder Umsetzung ist.“ 

Mitschke und Schilling mahnen zum Beispiel noch fehlende Radfahrer-Piktogramme an Furten und stark frequentierten Grundstücksausfahrten an. Insbesondere entlang der viel befahrenen Industriestraße und Wolfsgärten bestehe noch Handlungsbedarf. Ein weiterer Problempunkt, den Mitschke unter „noch nicht erledigt“ aufführt, bestehe zum Beispiel im Bereich Göttinger Straße stadteinwärts vor Haus Nummer 7. Gefordert wird beispielsweise ein farblich abgesetztes Gehwegpflaster, die Radfahrern, die in die Westertorstraße oder auf den Sachsenring fahren möchten, eine Weiterfahrt auf dem Geh-/Radweg ermöglicht.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

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